Es ist schon eine Weile her, dass ich in Väterkarenz gegangen bin. Sechs Monate, die etwas anderes waren als ein Dauerurlaub mit bloßer Spielplatzromantik. Es war Alltag mit viel „normaler“ Versorgungsarbeit.
Die Eltern tun es beim Kind, wenn es sich wehgetan hat; der Trainer beim Star, der eben im Wettkampf ausgeschieden ist. An frischen Gräbern suchen die Gäste nach Worten. Wie schlimm wäre es, wenn niemand ein Wort oder Zeichen des Trostes fände – und, was wehtut, ungetröstet bliebe?
Was für ein Zufall: Heuer fallen der Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan und der Aschermittwoch, der Beginn der Fastenzeit der katholischen Kirche und der Kirchen der Reformation, zusammen.
Ich mache nur noch, was mir Spaß macht, sagt die Frau im Werbespot, eine Angel in der Hand. Hat sie in der Lotterie gewonnen? Ist sie eben in Pension gegangen und glaubt, nun alle Zeit der Welt ganz für sich zu haben?
Das Requiem für Bischof Maximilian Aichern im Linzer Mariendom war voller Zeichen. Eines wurde am Ende des Gottesdienstes sichtbar: Als der Sarg den Dom verließ, wurde Aicherns Bischofsstab vor dem Sarg getragen, jedoch mit der Krümme nach unten – ein Zeichen für die erloschene Hirtenvollmacht.
Es ist wieder so weit. Kaum fällt in Österreich das Wort Erbschaftssteuer, gibt es große Aufregung und es steht im Raum, diesmal stehe wirklich das Einfamilienhaus der Nation auf dem Spiel. Spoiler: tut es nicht.