BRIEF_KASTEN
Was wäre das für ein Bild gewesen, hätten alle geistlichen Würdenträger wie „bescheidene Diener des Herrn“ in zivil mitten unter dem „gewöhnlichen Volk“ mitgefeiert, und wäre dafür in der Mitte Platz geworden für jene, die Bischof Maximilian so wichtig waren: Menschen am Rand, Arbeits- und Ansehenslose, einfache Frauen und Männer in prekären Berufen …
Und was wären das berührende Augenblicke gewesen, hätten einige von ihnen markante Sätze aus Maximilians Lieblingswerk gelesen, dem Sozialhirtenbrief [...].
Was wäre das für ein belebendes Hoffnungsbild gewesen, wäre dort auch eine Gruppe von Kindern gesessen; sie hätten der herrlichen Musik sicher nicht nur den Rücken zugewandt, sondern sich auch umgedreht, um sich im Hören und Sehen zu freuen; welche Freude hatte doch Maximilian an solch aufgeweckt neugierigen Kindern. [...]
Was wäre das für ein starkes Zeugnis gewesen, wären bei der Eucharistiefeier anstelle der professionellen Diakone jene Frauen ganz nahe am Altar gestanden, die Maximilian auf seinen allerletzten Wegen so liebevoll begleitet haben; „in Liebe Dienende“ in der „Care-Arbeit“ ganz am „Tisch der Liebe“... [...] Ich weiß, alles nicht so einfach. Aber einen Traum wert. Maximilians Geist bleibe lebendig!
Franz Küllinger, von 1986 bis 1991 Sekretär von Bischof Maximilian
Zu einem Leserbrief in Ausgabe Nr. 7:
[...] Grundsätzlich stimme ich den Aussagen von Frau Huber zum Sinn einer Volksbefragung voll zu. Nur in einem speziellen Punkt haben wir verschiedene Ansichten: Ich halte eine Volksbefragung oder Volksabstimmung dann für sehr gut, wenn das zu beurteilende Thema vom Volk auch in seiner gesamten Tragweite und in seinen Details verstanden werden kann.
Im gegenständlichen Fall kann ich nicht ausreichend beurteilen, ob das Bundesheer die Rekruten in sechs Monaten mit dem heute notwendigen Wissen und Können einer wirksamen Landesverteidigung ausbilden kann. Es sollten meiner Meinung nach in diesem Fall die dazu gewählten Abgeordneten entscheiden. Anders wäre es, wenn zum Beispiel entschieden werden soll, ob Frauen den Militärdienst leisten sollen, dazu kann jeder ohne Fachwissen abstimmen. Im aktuellen Fall könnte das Abstimmungsverhalten auch als subjektive Möglichkeit einer Beurteilung der Regierungsarbeit benützt werden und das Ergebnis würde keine richtige Antwort auf das gestellte Thema sein.
Erasmus Grünbacher, Timelkam
Zu „Neue Bischofsweihen, alte Konflikte“ in Ausgabe Nr. 7:
„Die Priesterbruderschaft St. Pius X. provoziert erneut“, steht im Vorspann des Berichts. Wenn jemand provozieren kann, muss es auch jemanden geben, der sich provozieren lässt. Eltern und Großeltern sehen sich immer wieder mit anderen, ja gegensätzlichen Meinungen und Absichten ihrer Kinder und Enkelkinder konfrontiert. Eltern und Großeltern wissen aber auch, dass es am wenigsten zielführend ist, den Kindern und Enkelkindern das Gespräch zu verweigern oder gar mit dem Ausschluss aus dem Familienverband (= ex communio) zu drohen. Die Verantwortungsträger in Rom wären also gut beraten, wenn sie etwas „breiter“ denken könnten. Dies sollte für die Piusbrüder, aber auch für die Priesterinnen und Bischöfinnen der „Roman Catholic Women Priests“ gelten. So manche Eltern und Großeltern halten Kontakt zu Kindern und Enkelkindern, die miteinander überhaupt nicht können.
Hans Mayer, Molln
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