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Die Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt (BAG) fordert, Pflege und Langzeitpflege bei der aktuellen Gesundheitsreform „aus dem toten Winkel zu holen“ und „vom Rand ins Zentrum zu rücken“. Pflege sei politisch ins Abseits geraten, was zu „teuren Fehlsteuerungen“ führe und Betroffene wie Angehörige alleinlasse, warnten die Hilfsorganisationen. Gemeinsam leisten diese zwei Drittel der mobilen Pflege.
Eine stärkere Verzahnung von Gesundheits- und Pflegesystem mahnte Caritas-Generalsekretärin Anna Parr ein. Bis 2050 steige die Zahl der über 65-Jährigen um 30 Prozent. Schon jetzt würden 80 Prozent der Pflege von Angehörigen geleistet – darüber werde „viel zu wenig geredet“. Das Finanzierungssystem setze Fehlanreize, weil häusliche Pflege unterfinanziert sei. Wer „Mobil vor Stationär“ ernst nehme, müsse die Pflege zu Hause kostendeckend ermöglichen. Gerry Foitik vom Roten Kreuz warnte vor einem teuren „Drehtüreffekt“ durch mangelnde Nachsorge nach Krankenhausaufenthalten.
Maria Katharina Moser von der Diakonie machte darauf aufmerksam, dass jeder Zweite nicht wisse, wohin er sich im Pflegefall wenden könne.
Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger betonte, „Pflege zu Hause darf kein Luxus sein“ und erinnerte daran, dass Pflege vor allem von Frauen geleistet wird.
BAG-Vorsitzende Elisabeth Anselm vom Hilfswerk kritisierte zudem Kompetenzstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern sowie Rückschritte bei der Digitalisierung, die Pflegekräfte entlasten sollte.
Einen „Österreichplan“ für die Pflege fordern die Sozialorganisationen regelmäßig. Ähnlich lautende Aufrufe gab es auch schon 2024 und 2025. Die Politik hat bisher kaum reagiert, die Hilfsorganisationen bieten weiter ihre Praxiserfahrungen und Expertise an.
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