BRIEF_KASTEN
[...] Der Papst zitiert und bestätigt Mutter Teresa: Abtreibung sei „der größte Zerstörer des Friedens“.
Wie bitte? Der größte Zerstörer? Wir leben in einer Welt, die voller Kriege und Gewalt ist. Eine Welt, in der Menschen erschossen, niedergebombt, ausgehungert, gefoltert und ausgebeutet werden. Eine Welt [...] in der diejenigen an der Macht, diejenigen mit Geld und Einfluss (mit uns allen in Geiselhaft und als Mittäter:innen) es schaffen werden, die Erde in den nächsten Jahrzehnten so aufzuheizen, dass sie unbewohnbar wird, sofern nicht ein Wunder geschieht.
Das sind die Herausforderungen, denen wir als Christ:innen begegnen müssen. Keine davon, keine einzige, liegt in der Verantwortung von Frauen, welche – oft genug aus Verzweiflung und Notlagen heraus – sich zu einer Abtreibung entschließen. [...]
Erst wenn wir es geschafft haben, dass auf unserer Erde alle Kinder in Frieden und Geborgenheit aufwachsen können, dass alle Menschen [...] mit gleicher Würde und gleichen Rechten als Ebenbilder Gottes leben können, wenn unser Leben in Gottes Schöpfung nachhaltig ist und Hoffnung für die Zukunft möglich – dann, erst dann, wenn das geschafft ist, haben wir das Recht, über Abtreibung zu moralisieren. Möge Gott uns dabei helfen.
Barbara Herbst, Schwanenstadt
Zu „Aus ganzem Herzen: Ja“ in Ausgabe Nr. 5:
Schon lange hat mich nichts mehr so begeistert und fallweise zu Tränen gerührt, wie die Weihe von Josef Grünwidl zum Wiener Erzbischof, die ich am vergangenen Samstag im ORF miterleben durfte. Sein glaubwürdiges Bestreben, wie er dieses Amt angehen will, seine Herzlichkeit, Mitmenschlichkeit und Offenheit auch der Jugend gegenüber, machen mir große Hoffnung.
Die Bedeutungslosigkeit, in die unsere Kirche zusehends fällt, die sich unter anderem durch leere Kirchenbänke bemerkbar macht, stimmt mich traurig. Ich glaube fest, dass neben Kardinal Christoph Schönborn und Papst Leo XIV. vor allem der Wille Gottes die treibende Kraft war, Josef Grünwidl zum Erzbischof zu ernennen und damit unsere Kirche in die so notwendige Aufbruchstimmung zu bringen. Vielleicht schafft es der neue Erzbischof, uns aus der allgemeinen Gleichgültigkeit heraus zu reißen und uns mit seiner positiven Art und seiner Liebe zu den Mitmenschen anzustecken. Dazu wünsche ich ihm von Herzen Gottes Segen und viel Kraft!
Hilde Neulinger, Freinberg
Mit großem Interesse habe ich die Bischofsweihe des neuen Wiener Erzbischofs im Fernsehen verfolgt. Die Liebenswürdigkeit des neuen Erzbischofs Josef Grünwidl hat mich begeistert. Besonders freut mich, dass er sich für die Frauenweihe zu Diakoninnen und zur freien Wahl für Priester zur Ehelosigkeit aussprach. Ich würde mich freuen, dies noch zu erleben. Zu seinen neuen, sicher nicht leichten Aufgaben wünsche ich ihm alles Gute und Gottes Segen.
Irmgard Siegl, Hargelsberg
Zu „Werden Frauen eines Tages zu den Weiheämtern zugelassen?“ in Ausgabe Nr. 4:
Ein vollkommen zutreffender Befund von Pater Martin Lintner – er sollte Pflichtlektüre in allen Diözesen werden! Die Bischofskonferenzen in Österreich und Deutschland bis hinauf zum Rat der europäischen Bischofskonferenzen sollen sich vernetzen und die längst fällige Zulassung der Frauen zu Weiheämtern umsetzen.
Mag. Gerhard Größwang, Bad Ischl
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