BRIEF_KASTEN
Danke an Herrn Josef Wallner für den interessanten und glaubensstärkenden Beitrag „Der heilige Franz von Sales hat unser Haus gerettet“.
Rosa Maria Panhofer, per E-Mail
„Und sie bewegt sich doch!“ – Dieses berühmte Zitat wird dem Astronomen und Physiker Galileo Galilei zugeschrieben, nachdem er auf Druck der römischen Inquisition wider besseres Wissen die These vom heliozentrischen System widerrufen hatte. Auch die katholische Kirche bewegt sich – kaum merkbar, aber stetig, wie geologische Verwerfungen ... Ein Zeichen für Bewegung ist die Bestellung von Josef Grünwidl zum Erzbischof von Wien durch den Vatikan, obwohl er immer seine Einstellung zu Zölibat und Frauendiakonat offen zeigte. Einige Aussagen in seiner Neujahrsansprache und den vielen Fernsehporträts über ihn habe ich mir dem Sinne nach gemerkt und dann nochmals gesucht: Unsere Grundstimmung soll nicht von Angst und Frust, sondern von Vertrauen und Hoffnung geprägt sein. Ich wünsche uns allen, dass wir widerstandsfähig bleiben gegen Unheilspropheten und Schwarzseher und das Wir über das Ich stellen.
Als weiteres Zeichen für Bewegung sehe ich das Konsistorium vom 7. und 8. Jänner in Rom, wo es u. a. um Synodalität und vielleicht auch mehr Regionalität, mehr Kompetenzen für nationale Bischofskonferenzen ging. Der Prozess läuft jedenfalls und zuversichtliche Erwartung ist in mir geweckt.
Hans Mayer, Molln
„Die Verliererampel gehört in die Luft gesprengt!“ Wenn ein:e „normale:r“ Bürger:in oder gar eine radikale Gruppe eine solche Äußerung (in der Öffentlichkeit) tätigen würde, hätte er bzw. sie – zu Recht – wohl mit einer Anklage wegen gefährlicher Drohung oder ähnlicher Vergehen zu rechnen. Herbert Kickl braucht sich deswegen keine Sorgen zu machen (und auch andere Politiker:innen nicht). Er ist durch die parlamentarische Immunität geschützt.
Ich stelle die Frage in den Raum, ob es nicht an der Zeit wäre, die parlamentarische Immunität in der aktuellen Form zu überdenken/abzuschaffen, um damit einen ersten Schritt zu setzen, damit in der Politik wieder ein erträglicher (vielleicht sogar wertschätzender) Umgang miteinander möglich wird und solche Auswüchse wie eingangs zitiert unterbleiben.
Mag. Manfred Kastner, per E-Mail
Zu „Nicht mehr vor leeren Kühlschränken“ in Ausgabe Nr. 4
Ich finde, diese Überschrift ist für die Betroffenen (unteres Drittel der Einkommen) ein Hohn! Wie Sie [...] schreiben, erspart sich ein Haushalt durchschnittlich 126 Euro im Jahr. Die (einkommens-)ärmsten Haushalte ersparen sich höchstens 80 bis 100 Euro im Jahr, denn sie müssen immer die billigsten Lebensmittel kaufen. Das sind ca. 8 Euro im Monat! Kann man damit einen Kühlschrank füllen?
Durch die Darstellung in Prozent erwecken Sie den Eindruck, als ob die (finanziell) Ärmsten am meisten profitieren würden. Genau das Gegenteil ist der Fall (in Euro). Das gleiche Problem haben wir bei den Löhnen und Pensionen. Durch die prozentuellen Erhöhungen wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer größer! Ein Vorschlag, um dies zu beheben: In den nächsten 10 Jahren nur in pauschalen Schritten, für alle gleich, zu erhöhen.
Leopold Buchberger, Garsten
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