BRIEF_KASTEN
Es gibt ein Lied von Udo Lindenberg, das er in den 90er-Jahren geschrieben hat, das den Titel „Wir ziehen in den Frieden“ trägt. Würden sich das die verantwortlichen Politiker unserer Zeit zu Herzen nehmen, dann wäre es viel schöner auf unserer Welt. Es würde nicht einmal die Hälfte kosten, wenn wir jedem Menschen etwas zu essen geben und ein Dach über dem Kopf, als diese nimmer endende Kriegsmaschinerie, wie wir es zurzeit erleben. Wir ziehen in den Frieden, wir sind mehr, als ihr glaubt. Wir sind hoffentlich mehr!
Reinhold Grausam, Linz
Zu „Reliquien des Franz von Assisi“ in Nr. 9:
[...] Ich empfinde es als eine Pietätlosigkeit, solche menschlichen Überreste nicht „in Frieden ruhen“ zu lassen, sondern sie ans Licht einer (sensationsgeilen) Öffentlichkeit zu zerren. Das ist für mich „Störung der Totenruhe“, die außerhalb des Reliquienkults unter Strafe gestellt ist.
„Reliquienkult“ – was unter diesem Titel den Leuten an „Fakes“ präsentiert wird, ist frappierend, etwa auch die vorgeblichen Überreste der Heiligen Drei Könige, seit dem 12. Jahrhundert in einem goldenen Schrein im Kölner Dom aufbewahrt. Wobei man nicht einmal weiß, wer diese „Könige“ eigentlich gewesen sein sollen. [...]
Franz Pichler, Allerheiligen
Zu „Wann man gern in die Kirche geht“ in Nr. 9:
Zu den Überlegungen über die Gottesdienstfeiern habe ich ein paar Anliegen: Man müsste bewusst machen, dass es nicht um „Messbesuche“ geht, sondern um Mess-Mitfeiern. Man müsste bewusst machen, dass es nicht um „Messbesuche“ geht, sondern um Mess-Mitfeiern. Alle im Gottesdienst konzelebrieren, d. h. feiern gemeinsam, nicht nur der Priester am Altar oder der/die Leiter/in einer Wortgottesfeier. [...] Auch bei der Gottesdienstfeier muss das „Allgemeine Priestertum“, von dem das letzte Konzil gesprochen hat, zum Tragen kommen. Jede/r Gläubige soll Glauben bewusst weitergeben. [...] Es wäre auch eine Reform des Messbuches sehr notwendig. „Unsere Sprache“ gehört gesprochen. [...] Nicht „esset und trinket“, sondern „esst und trinkt“ sagen wir im Gespräch. Vor der Kommunion nicht „Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt“, sondern etwa: „Seht Jesus Christus, unsre Hoffnung und unsre Freude“. Sünde und Vergebung wird zu oft angesprochen. Beim Vaterunser (sinnvoller: „Unser Vater“ auf Deutsch) sollte die Aufforderung von Papst Franziskus ernst genommen werden, statt „und führe uns nicht in Versuchung“ zu beten: „und lass uns nicht in Versuchung geraten“. [...] Es sind nur ein paar Beispiele. Zuletzt erwähne ich einen ehemaligen Professor, der wohl richtig gesagt hat: Eine gute Predigt ist nicht eine rhetorisch und sprachlich tolle Rede. Gut ist die Predigt, wenn man spürt: Was der/die Prediger/in sagt, ist ihm/ihr sehr wichtig und das soll als Liebesdienst weitergegeben werden. [...]
Mag. Gilbert Schandera, pens. Pfarrer, Linz/Gallneukirchen
Was Gottesdienste anziehend macht? Ich bin seit meinem sechsten Lebensjahr Gottesdienstbesucher: Sechs Jahre war ich Ministrant, über 45 Jahre Sänger und Musiker in diversen Kirchenchören. Warum ich das einbringe? Weil für mich eine attraktive Gottesdienstgestaltung mindestens so wichtig ist wie die Gottesdienstleitung! Um die Jugend zum Besuch des Gottesdienstes zu animieren, darf mehr „neues geistliches Liedgut“ mit Band oder mitreißender musikalischer Begleitung angeboten werden. [...]
Franz Ruhmanseder, Münzkirchen
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