BRIEF_KASTEN
Zum Kommentar „Nicht tatenlos“ in Ausgabe Nr. 13
Schade, dass Herr Niederleitner in seinem Kommentar zwar die militärische und wirtschaftliche Resilienz, an der Österreich arbeiten könnte, hervorhebt, dabei aber mit keinem Wort auf die viel wichtigere Möglichkeit einer friedlichen Resilienz der Gewaltlosigkeit eingeht. Er ist damit für mich im Einklang mit all jenen, die meinen, Europa militärisch aufrüsten zu müssen, bis hin zur geistigen Landesverteidigung, die am besten bereits in den Schulen beginnen sollte.
Die Distanzierung vom iranischen Regime kann ich nachvollziehen, aber wo bleibt die Distanzierung vom israelischen Regime, das aktuell gemeinsam mit dem amerikanischen Regime [...] völkerrechtswidrige Angriffskriege auf den Iran und den Libanon durchführt und damit neben Russland in eklatanter Weise den Weltfrieden gefährdet?
Ein Israel, das neben der bestehenden Apartheid dabei ist, die Todesstrafe für Palästinenser einzuführen, den illegalen Siedlungsbau im Westjordanland auf brutalste Weise vorantreibt und zuletzt auch dem höchsten katholischen Vertreter in der Region, Kardinal Pizzaballa, den Zugang zur Grabeskirche
verwehrt hat. [...]
Albert Schönhuber, Schildorn
Anmerkung der Redaktion: Mit „Todesstrafe für Palästinenser“ ist offenbar gemeint, dass nach Auslegung von Experten das neue Gesetz nur für palästinensische Extremisten angewandt werden könnte.
Im Glauben sehe ich als sehr zentrale Haltungen das Hören und das Empfangen bis hin zur „Ver-wandlung“. In den allgemeinen Abläufen und im Zeitgeist sind diese Haltungen wenig präsent. Meist ist das eigene Tun, das eigene Schaffen, sind die eigenen Ziele im Vordergrund und vorrangige Motivation für das Handeln.
Und gegenüber Gott zeigt sich oft eine Haltung, dass die Menschen etwas erwarten, Gott soll dies oder das in dieser oder jener Weise für sie geschehen lassen oder bereithalten und erfüllen. Gott aber hat uns schon alles geschenkt, bis hin zum Tod seines Sohnes am Kreuz. Wir dürfen durch dieses Erlösungsgeschehen nun befreit leben und haben durch Jesus den Weg, die Wahrheit und das Leben. Wenn wir das als Orientierung nehmen, werden wir in der Kraft des Heiligen Geistes ein heilsames Leben in dieser Welt leben können.
Hier nun kann Umkehr geschehen. Unsere Haltung ist nun, zu antworten mit der Hinwendung zu Gott und zu seinem Heilswillen und zu sagen: Ich will still sein, ich will hören, ich will empfangen, ich darf dankbar sein, ich habe alles bekommen, jetzt darf ich diese große Gabe weitergeben und mitwirken beim Austeilen der Liebe und des Friedens. (...)
Gerhard Aichhorn, per E-Mail
Zu „Lebensspiegel“ in Ausgabe Nr. 13
Ich möchte mich herzlich bei Herrn Fellinger für den Beitrag „Im Lebensspiegel – Die Leidensgeschichte“ bedanken. Leider geht alles in die Richtung, alles zu beschönigen. Und ach, es ist doch so etwas Grausliges – die Leidensgeschichte Jesu!
Dann lassen wir sie in der Liturgie doch gleich weg, oder? Zu bedenken wäre, dass auch jedes Leben – siehe Jesu Leben – kein Wunschkonzert ist. Wenn so mancher oder manche nicht mehr mit der Liturgie zurande kommen – ach, wie traurig!
Aloisia Spitzenberger per E-Mail
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