BRIEF_KASTEN
Der Lask ist Meister – Gratulation –, seine Fans können sich freuen. Die entscheidenden Tore haben Spieler, die im Ausland (Afrika) geboren sind, geschossen. Dies ist für mich ein Anlass, mir wieder einmal bewusst zu machen, wie viel bei uns in Österreich Menschen in den verschiedensten Bereichen leisten, die nicht in Österreich geboren sind. Sind wir ihnen dafür dankbar und heißen wir sie willkommen, nicht nur die Fußballstars.
Hans Riedler, Linz
Zu „Künftiger Vatikan-Botschafter freut sich auf Aufgabe“ in Ausgabe Nr. 15:
Vordergründig mag man sich freuen, wenn der neue österreichische Botschafter beim Heiligen Stuhl um ein gutes Auskommen zwischen Staat und Kirche bemüht ist und die Gemeinsamkeiten zwischen Österreich und dem Vatikan betont. Es macht mich aber sehr betroffen, dass er als Beispiel für „sehr ähnliche Positionen“ gerade die Menschenrechte ins Treffen führt: Hat er vergessen, dass der Vatikan (als einziges europäisches Land außer Belarus) die Europäische Menschenrechtskonvention bis heute nicht unterzeichnet hat? Und weiß er nicht, dass in der katholischen Kirche Frauen klar diskriminiert sind – zumindest jene von ihnen, die eine Berufung als Diakonin, Priesterin oder Bischöfin verspüren?
Und man könnte weitere Frage stellen ... Niemand wird verlangen, dass man zu Beginn einer diplomatischen Tätigkeit gleich mit der Tür ins Haus fällt und in offenen Wunden wühlt. Aber so zu tun, als ob es diese Wunden gar nicht gäbe, ist kein guter Dienst – weder an Österreich noch am Vatikan.
Dr. Harald Prinz, Enns
„Gibt es Menschen, für die man nicht beten soll oder kann?“, so las ich es unlängst in einer Zeitung. Mir zum Beispiel fällt es schwer, für Putin zu beten, aber nicht schwer, für seine Bekehrung, sodass er so wie einst ‚Saulus vor Damaskus‘ vom Pferd fällt und aus einem Saulus ein Paulus wird. Es wäre zudem die billigste Variante, damit der Krieg in der Ukraine zu Ende geht und nicht noch in einen größeren ausartet. „Beides stelle ich euch vor Augen, Segen oder Fluch“: zeitlose Worte im „Buch der Bücher“ niedergeschrieben, noch für unsere Tage ein geltender „Weckruf“ von großer Bedeutung!
Josef Litzlbauer, Neukirchen am Walde
Zu den Berichten anlässlich der heurigen Communale OÖ:
Neben den häufig erwähnten Ursachen ist eine sehr unterbelichtete Seite der Bauernaufstände von 1595/97 und 1626 die sehr hohe Abgabenlast, die auf den Bauern ruhte, und zwar aufgrund der Kosten der Türkenkriege. [...]
Dass Kriege im Nachhinein von völlig Unbeteiligten zu bezahlen sind, sollte in Zeiten wie diesen keinesfalls unter den Tisch gekehrt werden. Auch die Hunderten von Milliarden unseres europäischen Krieges werden nicht aus den Taschen der Kriegspolitiker und Rüstungsaktionäre bezahlt, sondern sie werden durch passende Beschlüsse vor allem auf die unteren Schichten umgelegt. Den Krieg bezahlen nicht NATO oder EU, sondern die EU-Bürger. Das Gedenkjahr 1626 könnte uns warnen.
Franz Schlagitweit, per E-Mail
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