BRIEF_KASTEN
Zu „Anatomie eines kranken Systems“ in Nr. 17:
Ich kann dem Duktus des Artikels gut zustimmen, dass in Erhalt und Rahmenbedingungen für Gesundheit und gesundes Leben investiert werden muss. Bei der Vorsorge müssen die Menschen auch selbst mitmachen. Zur „Industrialisierung“ möchte ich sagen, dass es für Patient:innen gut ist, wenn hohe Standards und automatisierte Abläufe angewendet werden. Unser Personal in den Krankenhäusern ist jedoch sehr bemüht, immer den Menschen in den Mittelpunkt der Pflege und Medizin zu stellen. Da wird viel getan und investiert, auch von politischer Seite. Ich bin sehr dankbar, dass ich in Österreich, ja Oberösterreich ein Gesundheitswesen vorfinde, das mich leben lässt. Verbessern kann man immer, aber wir sollen auch für das Vorhandene und den hohen Standard dankbar sein.
Johann Hintermaier, onkologischer Langzeitpatient
Wir müssen es richten. Wir alle müssen solidarisch Wasser sparen!“ [...] Es wird auch Zeit, dass die Gemeinderäte in ihren Sitzungen endlich die ungerechten Verordnungen für die Gebühreneinhebung bei Wasser und Kanal auf neue Berechnungs-Parameter umstellen. Derzeit zahlen Bürger zum Teil bis zu 50 Prozent und darüber für eine sogenannte Grundgebühr, welche auf Basis der Hausflächen berechnet wird (unkausale Gebührengestaltung). Entsprechend wurden in der Vergangenheit im Gegenzug die verbrauchsabhängigen Gebühren (Kubikmeter-Verbrauch) radikal gesenkt! Die Wasserpritschler, Autowäscher, Poolbesitzer ... grinsen sich eins. Diese hohen Grundgebühren stehen einer Sparmotivation, welche in der EU-Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird, völlig entgegen. [...]
Fritz Baumgartner, St. Georgen/G.
Als ich am Donnerstag vom Mord an zwei Frauen in meiner unmittelbaren Nachbarschaft gehört habe, bin ich wie viele sehr erschrocken. Nach der Bluttat in der Innenstadt und dem Angriff am Südbahnhofmarkt hat jetzt nebenan ein Mann mit einer Weltkriegswaffe seine Frau, seine Tochter und sich selbst ausgelöscht. Frauen und Mädchen sind nur unzureichend gegen häusliche Gewalt geschützt. Für sie ist der private Raum weitaus gefährlicher als der öffentliche Raum. [...] Wollen wir in unserer Gesellschaft sehen, was in den Familien an Unterdrückung, Gewalt und Machtmissbrauch geschah und geschieht? Sind wir bereit, hinzuschauen und wahrzunehmen, dass es vermutlich noch mehr Weltkriegswaffen in Haushalten gibt? Werden sie nicht in manchen Kreisen in Kellern gehortet, im Freundeskreis sogar hergezeigt und damit geprahlt?
Männer, ihr seid gefragt! Ich vermute, ihr wisst oft mehr als wir, wer eine Waffe besitzt. Nehmt es nicht als normal hin, sondern hinterfragt, warum jemand eine (alte) illegale Waffe hortet und wann er sie verwenden würde. Meldet es bei der Polizei. Wir alle dürfen nicht aus Hilflosigkeit wegschauen und es als gegeben hinnehmen, dass diese zwei Frauen ermordet wurden.
Veronika Kitzmüller, geistliche Assistentin der katholischen Frauenbewegung OÖ
Zu „Diskussion über Segnung gleichgeschlechtlicher Paare geht weiter“ in Nr. 18:
GOTT liebt alle von IHM erschaffenen Geschöpfe gleich. ER unterscheidet nicht, wer SEINEN Segen verdient oder nicht, dies wäre unmöglich für IHN. Nur die römische Amtskirche urteilt und schließt aus. Wie schade!
Pia Knogler, per E-Mail
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