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Seit dem Ausbruch des Kriegs der USA mit dem Iran sind nicht nur die Öl- und Gaspreise auf einem höheren Niveau. Auch der Strompreis ist für Neukunden gestiegen. Zur Stabilisierung der Stromnetze laufen Gaskraftwerke (natürlich eingeschränkter) auch im Sommer. Es macht daher aus mindestens drei Gründen Sinn, Energie zu sparen: wegen dem Klimaschutz, zur Schonung der eigenen Brieftasche und für die Versorgungssicherheit. Gas, das derzeit nicht verwendet wird, kann für den Winter gespart werden.
Der größte Energieverbrauch im Haushalt (85 Prozent) geht laut „Oesterreichs Energie“, der Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft, auf das Konto von Heizung und Warmwassererzeugung. Letztere ist auch im Sommer ein Thema. Duschen statt Baden spart nicht nur Trinkwasser, sondern auch die Energie, die für die Wassererwärmung benötigt wird. Zudem kann man sich fragen, für welche Tätigkeiten man wirklich warmes Wasser benötigt: Ist es beim Zähneputzen oder Händewaschen notwendig? Zumal es ja meist eine Zeit lang dauert, bis wirklich warmes Wasser aus dem Hahn kommt. Die Arbeiterkammer erinnert auch daran, dass das Wasser während des Zähneputzens oder Rasierens nicht durchgehend rinnen muss. Und im Boiler würden maximal 55 bis 60 Grad Wassertemperatur ausreichen, um vor Bakterien zu schützen.
Auch wenn es im Sommer heiß wird, ist es überlegenswert, ob man tatsächlich ein Klimagerät benötigt oder ob es zur Kühlung nicht andere Möglichkeiten gibt. So kann man die Wohnung mit der kühlen Luft des Morgens lüften und dann tagsüber zumachen und verdunkeln, wenn man nicht zuhause ist.
Der Kühlschrank muss nicht übermäßig kalt eingestellt sein: rund 7 Grad, empfiehlt „Oesterreichs Energie“, im Gefrierfach reichen minus 18 Grad. Vom Essen übrig gebliebene Portionen sollte man außerdem auf Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor sie in den Kühlschrank kommen.
Für die Heizperiode gibt es sehr viele Möglichkeiten zum Sparen: Heizkörper entlüften, keine Möbel davorstellen bzw. nicht mit Gardinen zuhängen oder geplantes Stoßlüften sind Tipps, welche die Arbeiterkammer gibt. Auch das Absenken der Heiztemperatur (etwa in der Nacht oder während des Tages, wenn man nicht zuhause ist) kann optimiert werden: nie ganz abdrehen, aber um drei Grad drosseln.
Das Jahr über ist Stromsparen bei vielen Elektrogeräten möglich: Muss man im Sommer den Wäschetrockner verwenden (dessen Energiebedarf ist laut „Oesterreichs Energie“ das Drei- bis Fünffache einer Waschmaschine)? Ungenutzte Ladegeräte sollten nicht in der Steckdose bleiben. Die Stand-by-Funktion (die bei vielen Geräten mögliche rasche Wiedereinschaltung) ist bei tagelanger Nichtverwendung nicht notwendig und vollständiges Ausschalten zum Beispiel des Fernsehers ratsam.
Apropos Fernseher: Beim Kauf kann man beachten, dass größere Bildschirme mehr Energie verbrauchen. Eine doppelte Bildschirmdiagonale führt zu vierfachem Energieverbrauch, rechnet „Oesterreichs Energie“ vor.
Besonders sichtbar sind die hohen Energiepreise derzeit an den Tankstellen. Die ÖAMTC hat Tipps zum spritsparenden Fahren zusammengestellt. Dazu gehört das vorausschauende Fahren: Abbremsen und wieder anfahren ist energieintensiv, konstantes Fahren dagegen effizient. Das erspart auch unnötiges Schalten. Als Motto gibt der ÖAMTC hier aus: „Früh hoch-, spät runterschalten.“ Klimaanlagen sollte man erst einschalten, wenn es das Wohlbefinden verlangt. Das Tanken ist vor 12 Uhr mittags günstiger als am Nachmittag, weil dann der Preis erhöht werden darf. Der richtige Reifendruck, das Vermeiden unnötiger Lasten im Auto und das Abmontieren eines nicht benötigten Dachträgers sind auch hilfreich.
Nicht alle Maßnahmen zum Energiesparen bringen sofort große Einsparungen. Auf längere Sicht gilt aber der alte Spruch: Auch Kleinvieh macht Mist!
Links zu weiteren Tipps von „Oesterreichs Energie“, AK und ÖAMTC:
www.kirchenzeitung.at/service
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