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Genieß deine Pause - Serie Gott sei Dank gibt es Grenzen Teil 2/4

GLAUBENS_GUT

Wer für andere da ist, muss die eigenen Grenzen kennen. Grenzen zu achten, ist eine Haltung, die sich durch alle Bereiche des Lebens zieht. 
 

Ausgabe: 20/2026
12.05.2026
- Angelika Gassner
Pausen einzulegen ist nicht so leicht, wie es aussieht.
Pausen einzulegen ist nicht so leicht, wie es aussieht.
© Pavel Kobysh

Jesus selbst suchte einsame, stille Orte auf, um im Gebet wieder Kraft für seine fordernde Arbeit zu schöpfen. Von allen Seiten in Anspruch genommen, musste er sich abgrenzen. Es gibt aber auch die Wahrnehmung seiner Verwandten, die ihm vorwerfen, dass er zu wenig für sich sorgt und seine Gesundheit leidet. Engagiert zu sein und besondere Fähigkeiten zu besitzen, bedeutet wohl immer, einen Spagat zu leisten zwischen Einsatz und Auszeit. Klar ist, da wir begrenzte Möglichkeiten und Kräfte zur Verfügung haben, benötigen unser Körper und unsere Seele feste Zeiten der Ruhe und Erholung.

 

Selbst Gott macht Pausen


Am siebten Tag ruhte Gott und erfreute sich an dem, was er geschaffen hatte. Wir sollen die Arbeit hinter uns lassen und ausruhen, entspannen. Um dies tun zu können, muss ich das Loslassen einüben. Denn nicht alles hängt von mir alleine ab! Es gibt auch andere, die eingesetzt werden können, die einsatzbereit sind, wenn ich es zulasse und gezielt delegiere. Ich bin aufgefordert, meine Prioritäten zu hinterfragen: 


Will ich unendlich viel leisten, um anerkannt oder geliebt zu werden? Bin ich auch dann wertvoll, wenn ich gerade nichts leiste, das entspannte Sein ausübe?

 

Ich lerne meine Grenzen zu lieben


Ich darf meine Grenzen lieben! Ich darf müde sein, ich darf Fehler machen, ich darf unvollendet sein, ich darf unvollkommen sein. Ich darf mir erlauben, mir selbst Gutes zu tun, die Seele baumeln zu lassen, die Lungen mit frischer Luft zu füllen und meinen Schritten weiten Raum in der belebenden Natur zu geben. Ich darf Auszeiten genießen!


Was mir guttut, darf sein! Wo ist mein Lieblingsplatz? Wer ist mein Lieblingsmensch? Was ist meine Lieblingsbeschäftigung? Was macht mich glücklich und zufrieden?

 

Sich Zeit zu geben, tut gut


Ich soll mir Zeiten geben, wo ich mich diesen Fragen stelle und sie mir auch ehrlich beantworte. Damit ist gemeint, dass ich der Erfüllung meiner Bedürfnisse Zeit widme. Ich suche meinen Lieblingsplatz auf (wenn nicht real, so wenigstens in Gedanken) und verweile dort. Ich atme dessen Farben und Geräusche in mich ein. Ich lasse mich inspirieren und komme zu Kräften. Ich kann das allein, aber auch mit meinen Lieblingsmenschen tun. Gemeinsame Zeit – absichtslos und achtsam – verbindet und stärkt die Beziehung. Ich kann aber auch ein Hobby umsetzen und im Tun hingebungsvoll in einen Flow versetzt werden, der mich die Zeit vergessen, aber erfüllt erleben lässt. Und bei all diesen bewusst gesetzten Auszeiten, kann ich mich wieder als zufrieden und für Momente glücklich erleben. Darin feiere ich meine Begrenztheit.

 

Auch ich bin ein guter Hirt


„Du führst mich zum Ruheplatz am Wasser“, verspricht Psalm 23. Die Gute-Hirten-Qualität ist ein Auftrag an mich selbst. Ich werde in mir diese Fürsorge und diese Verlässlichkeit einüben. Ich gehe mir selber nach, ich sorge mich ganzheitlich um mich. Ich baue Pausen ein, werde still und atme durch. Ich komme in Bewegung, genieße die Natur und bleibe dabei für mich selbst und für andere genießbar.


Einladung


„Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir
allein sind, und ruht ein wenig aus!“ 
Markus 6,31

Angelika Gassner
Angelika Gassner
© markushuber.net
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SONNTAG 28. Juni
13. Sonntag im Jahreskreis
1. Lesung: 2 Könige 4, 8–11.14–16a
2. Lesung: Römerbrief 6, 3–4.8–11
Evangelium: Matthäus 10, 37–42
Hannah Bilgeri 
Der Tod hat keine Macht
Wort zur zweiten Lesung _

Hannah Bilgeri MA ist Pastoralassistentin in Ausbildung in der Pfarre Bruder Klaus in Dornbirn Schoren.

Bibeltexte & Kommentar
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