BRIEF_KASTEN
Zur Karikatur in Ausgabe Nr. 17:
Danke Herrn Wizany für das aktuelle „Zeit im Bild“. Ja, es stimmt: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Es ist doch schön, in der Gemeinschaft zu sein, die im Geiste Jesu alle inkludiert.
Gerhard Hubmer, Marchtrenk
Als Leiter der Regenbogenpastoral Österreich freue ich mich sehr, dass der Cartoonist der Kirchenzeitung passend zum „Sonntag vom Guten Hirten“ diesen mit einem Regenbogenschirm über seinen Schafen gezeichnet und den Untertitel „Regenbogenpastoral ...“ verwendet hat. Unter den Getauften, die nicht nur in der Kirche, sondern durch das Gottesgeschenk der Taufgnade Teil der Kirche sind, gibt es queere Schafe, die sich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. ihrer geschlechtlichen Identität zugleich der LGBTIQ*Community zugehörig fühlen.
Diese sind wie alle anderen Schafe bereit, auf die Stimme des Herrn zu hören und diesem nachzufolgen. Sie gehören dem Hirten, werden wie alle Schafe von ihm einzeln beim Namen gerufen und ins Leben geführt (vgl. Joh 10,5). Als Ally (Alliierter), also als Verbündeter queerer Schafe, weise ich darauf hin, dass die queersensible Regenbogenpastoral sich schon seit vielen Jahren dafür einsetzt, dass Menschen in der Verschiedenheit ihrer Lebens- und Beziehungsformen, die auf Liebe basieren, offen und akzeptierend begleitet werden, sofern diese das wollen.
Auf jeden Fall ist auch ihnen das Wohlwollen Gottes zuzusprechen.
Franz Harant, Linz
Zu einem Leserbrief in Ausgabe Nr. 16:
Die bedeutendsten Komponisten aller Epochen haben musikalische Kunstwerke/Messen/Choräle [...] zu Gottes Ehren geschaffen. Von diesen großteils höchst anspruchsvollen Werken begeisterte Musikerinnen und Musiker nehmen wochenlange Proben auf sich, um damit zu Hochfesten den Gottesdienst zu umrahmen, und geben damit dem Kirchenvolk praktisch ein Gratiskonzert.
Für solche Darbietungen zahlt der geneigte Hörer in den meisten Fällen in Konzertsälen oder ähnlichen Orten und freut sich über den Hörgenuss, wenn er dazu fähig ist, zuzuhören – was leider nicht jedermann und jederfrau vergönnt ist.
Sie [gemeint ist der Schreiber des Leserbriefs in Ausgabe Nr. 16, Anm.] vergleichen diese Situation mit im Sandkasten spielenden Kindern, die einen Außenstehenden nicht mitspielen lassen. Dazu fällt mir ein anderer Vergleich ein: Wenn ich bei einer sportlichen Veranstaltung bin (Fußballplatz, Basketballspiel ...) und die dort herrschende sportliche Atmosphäre genieße, fühle ich mich nicht ausgeschlossen, wenn ich selber nicht mitspielen darf. Vielleicht/vermutlich bin in ich zu wenig begabt oder zu wenig trainiert, oder ich kann einfach das zeitraubende Training aus irgendwelchen Gründen nicht in Kauf nehmen. Trotzdem anerkenne ich, was andere leisten, und freue mich mit. Vielleicht gelingt es Ihnen, eine andere Sichtweise zuzulassen. Ich wünsche es Ihnen.
Anneliese Fuchshuber, per E-Mail
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