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Eine der bekanntesten Venenerkrankungen sind Krampfadern. Dabei handelt es sich um dauerhaft erweiterte, oft geschlängelte Venen, die meist an den Beinen sichtbar werden. Ursache ist häufig eine Schwäche der Venenwände oder der Venenklappen. Diese Klappen verhindern, dass das Blut in die falsche Richtung zurückfließt. Sind sie geschädigt, versackt das Blut in den Beinen.
Typische Symptome von Venenerkrankungen sind schwere, müde Beine, vor allem nach langem Stehen oder Sitzen. Auch Schwellungen, Spannungsgefühle oder nächtliche Wadenkrämpfe können auftreten. In fortgeschrittenen Fällen kann es zu Hautveränderungen oder offenen Wunden kommen.
Ein weiteres ernstes Krankheitsbild ist die Thrombose. Dabei bildet sich ein Blutgerinnsel in einer Vene, das den Blutfluss behindert. Warnzeichen sind plötzliche Schmerzen, Schwellungen und eine Überwärmung des betroffenen Beins. Löst sich ein Blutgerinnsel aus einer tiefen Bein- oder Beckenvene los, kann das eine Lungenembolie verursachen: Das Gerinnsel verstopft eine Lungenarterie und die Lunge wird nicht mehr ausreichend mit sauerstoffhaltigem Blut versorgt. Eine Lungenembolie ist ein Notfall und muss schnell behandelt werden. Bei entsprechenden Anzeichen gilt es, sofort den Notruf (144) zu wählen. Typische Anzeichen sind plötzliche Atemnot, Brustschmerzen, blutiger Husten, Schwindel, Benommenheit und Herzrasen.
Risikofaktoren für Venenerkrankungen sind u. a. Bewegungsmangel, Übergewicht, langes Sitzen oder Stehen sowie genetische Veranlagung. Auch hormonelle Einflüsse, etwa während einer Schwangerschaft, können eine Rolle spielen. Die gute Nachricht ist: Man kann selbst viel zur Vorbeugung tun. Regelmäßige Bewegung ist besonders wichtig, da die Muskelarbeit den Blutfluss unterstützt. Schon einfache Aktivitäten wie Spazierengehen oder Radfahren helfen. Auch das Hochlagern der Beine, Wechselduschen und Kompressionsstrümpfe können sinnvoll sein. Wer erste Problemanzeichen bemerkt, sollte frühzeitig ärztlichen Rat einholen. Moderne Behandlungsmethoden sind sehr effektiv und können Beschwerden deutlich lindern oder beseitigen.
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