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Das nächste Ferienziel ist oft nur wenige Klicks entfernt. Im Internet lassen sich Flüge, Urlaubsunterkünfte und Pauschalreisen unkompliziert buchen. Die schnelle Vergleichbarkeit von Angeboten erleichtert das Finden des besten Preises und vermeintlicher Schnäppchen. Die stetige Suche nach günstigen Angeboten im Internet macht aber auch anfällig dafür, Opfer von Betrugsmaschen zu werden. Dass die Cyberkriminalität in diesem Bereich deutlich zugenommen hat, weiß Corinna Winkler, Konsumentenschützerin von der Arbeiterkammer Niederösterreich. Attraktive Schnäppchen auf Urlaubsplattformen sind optisch nur schwer von seriösen Angeboten zu unterscheiden. „Die Betrüger setzen auf geschickt aufbereitete Webseiten, gefälschte Bewertungen und manchmal sogar auf Methoden der künstlichen Intelligenz, um Vertrauen zu erwecken und Opfer in die Falle zu locken“, sagt Corinna Winkler.
Vorsicht ist auch bei gefälschten Gütesiegeln geboten: Die Betrüger kopieren oft solche Zertifizierungen, ohne dass diese real existieren oder überprüfbar sind.
Das psychologische Vorgehen spielt ebenso eine große Rolle. „Oft wird Druck ausgeübt, indem angeblich zeitlich begrenzte Angebote präsentiert werden oder die Betroffenen aufgefordert werden, ihre Daten zu aktualisieren, um Buchungen nicht zu verlieren“, erklärt Corinna Winkler.
Dabei kann es vorkommen, dass vermeintliche Aktualisierungen in Wirklichkeit dazu führen, dass sich die Opfer unwissentlich zu Zahlungen verpflichten. AK-Expertin Winkler rät daher, die Urlaubsbuchung grundsätzlich in Ruhe durchzuführen und gründlich die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters zu prüfen. Zu den wichtigsten Prüfkriterien zählt ein transparentes Impressum mit vollständigen Angaben zum Firmensitz. Wenn das Unternehmen im Ausland ansässig ist oder das Impressum unvollständig oder gar nicht vorhanden ist, sollte man besonders vorsichtig sein. Zudem empfiehlt es sich, Google Maps zur Kontrolle der angegebenen Adresse zu nutzen und Erfahrungen anderer Kunden einzuholen. Auch die Wahl der Zahlungsmethode kann Schutz bieten: Zahlungen per Kreditkarte oder über Dienste wie PayPal ermöglichen meistens einen Käuferschutz, während Überweisungen risikoreicher sind. Sollte ein Betrug vermutet werden, ist es wichtig, sofort die Bank zu informieren, um Buchungen zu stoppen oder Kreditkarten zu sperren.
Betroffene sollten den Vorfall zudem unbedingt bei der Polizei melden und Beweise wie Screenshots und Vertragsdokumente sichern. Darüber hinaus können betrügerische Plattformen auch bei spezialisierten Stellen wie der Watchlist Internet gemeldet werden, die in Kooperation mit der Arbeiterkammer Informationen über betrügerische Anbieter sammelt und veröffentlicht.
Corinna Winkler betont, dass grundsätzlich jeder von einem solchen Betrug betroffen sein kann, da die Täter immer raffinierter vorgehen und die Angebote immer professioneller wirken. Ratsam sei neben einer steten Wachsamkeit das Einholen von Erfahrungswerten sowie eine Buchung bei bekannten, bewährten Unternehmen oder über Empfehlungen aus dem persönlichen Umfeld.
Besonders oft wird laut Arbeiterkammer mit gefälschten Unterkünften betrogen. Dabei suchen Urlauber im Internet nach einem Quartier und landen bei einem vermeintlichen Vermieter. Der Kontakt läuft dann oft rasch über WhatsApp weiter. Spätestens an diesem Punkt ist Vorsicht geboten.
Die Watchlist Internet ist eine unabhängige Informationsplattform zu Internetbetrug und betrugsähnlichen Online-Fallen aus Österreich.
www.watchlist-internet.at
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