Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Umweltbischof Hermann Glettler warnt vor einer neuen Hinwendung zur Atomkraft und betont deren Gefahren, besonders in Zeiten geopolitischer Spannungen, da Atomkraftwerke zu Angriffszielen werden könnten.
Atomenergie werfe neben ökologischen auch friedensethische Fragen auf. Markus Gerhartinger, Sprecher der katholischen Umweltbeauftragten, kritisiert zudem die ungelöste Endlagerung und die hohen Folgekosten, die künftigen Generationen aufgebürdet würden.
Klimaschutz dürfe nicht allein auf CO₂-Bilanz reduziert werden. Eine ehrliche Kostenrechnung würde Atomstrom weniger attraktiv machen. Beide plädieren für eine nachhaltige Energiepolitik und mehr Energiesparen als besten Beitrag zum Klimaschutz. Tschernobyl bleibe ein Mahnmal für die Verantwortung gegenüber Mensch und Schöpfung.
„Jede Nutzung der Atomenergie muss dem Leben und dem Frieden dienen“, sagte Papst Leo XIV. beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Es brauche Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein auf allen Entscheidungsebenen.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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