Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Bauer hatte zuvor über eine zunehmende Inanspruchnahme von Auslands-Freiwilligendiensten als Ersatz für den Zivildienst geklagt. „Das mögen zwar super Erfahrungen sein, wenn man Kinderbetreuung in Indien oder Wiederbewaldung in Costa Rica betreibt. Aber diese Burschen werden dringender in Österreich gebraucht“, sagte Ministerin Bauer zur Nachrichtenagentur Kathpress.
Wer einen Zivilersatzdienst im Ausland leiste, stärke dabei nicht nur Österreichs Beitrag zu einer solidarischen globalen Gemeinschaft, sondern auch die Gesellschaft in Österreich, hielt „Jugend Eine Welt“-Geschäftsführer Reinhard Heiserer der Ministerin am Mittwoch via Aussendung entgegen. „Viele Rückkehrer von Zivilersatzdiensten im Ausland entscheiden sich anschließend in Österreich für ein entsprechendes Studium oder eine berufliche Tätigkeit im Sozial- und Bildungsbereich. Eben in Bereichen, in denen in Österreich ein Mangel besteht“, berichtete Heiserer. Zudem blieben viele weiterhin freiwillig engagiert.
Angesichts eines Rückgangs an Zivildienstleistenden drängt Ministerin Bauer auf eine Reform des Systems einschließlich einer möglichen Verlängerung des Zivildienstes und stellt eine Abschaffung der Anrechenbarkeit für Auslandsdienste als Zivildienstersatz in den Raum.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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