BRIEF_KASTEN
Bätzing hat von seinem Vorgänger Reinhard Marx den Reformprozess „Synodaler Weg“ geerbt und diesen gewiss nicht fehlerfrei, aber mit Zähigkeit und Geschick moderiert. Sogar noch mehr: Er wird den Synodalen Weg im Jänner 2026 zu Ende führen – was angesichts des Gegenwinds aus Rom und der Untergriffe aus dem eigenen Land alles andere als selbstverständlich ist.
Warum Bätzings Amtszeit vor allem auf konservativ-reaktionären katholischen Plattformen derart mit Häme übergossen wird, lässt sich angesichts dieser respektablen Leistung schwer nachvollziehen. Ein Leichtgewicht sei er, weil er keine Kontakte in die römische Kurie hatte, lautet der Hauptvorwurf.
Die Wahl eines neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz wird jedenfalls spannend. Sie wird zeigen, ob die Kirche Deutschlands tatsächlich gespalten ist, wie der traditionelle Flügel glauben machen will, oder ob lediglich eine Minderheit nicht damit zurechtkommt, dass die Mehrheit der Gläubigen einen anderen, einen synodalen Weg gehen will.
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