BRIEF_KASTEN
Denn auch in den USA steigen die Benzinpreise, was sich bei den Midterm-Wahlen im Herbst bemerkbar machen kann – Trumps Partei droht dort der Verlust der Mehrheiten im Kongress. Dazu kommt, dass Trumps Anhänger kein Interesse an militärischen „Abenteuern“ haben. Weiters sind die ölreichen Anrainerstaaten des Iran in den USA wichtige Investoren. Auch sie drängen auf ein Ende der Kämpfe.
Wenig Einfluss auf das weitere Geschehen dürfte das Leid der Zivilbevölkerung haben, jedenfalls ist davon nichts zu bemerken. Auch die Frage, ob es in Teheran zu einem Regimewechsel kommt, ist untergeordnet: Gibt es eine Chance, sich mit den neuen Vertretern des Regimes zu arrangieren und das als Erfolg zu verkaufen, werden sie die USA wohl ergreifen.
Die Entführung des venezolanischen Diktators ist mit dem Irankrieg zwar nicht zu vergleichen. Interessant ist aber doch, dass Trump am Samstag die Regierung der bisherigen Vizepräsidentin anerkannt hat – unter anderem, nachdem sie die Ölindustrie für das Ausland geöffnet hat.
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