BRIEF_KASTEN
Doch zum Trost: Ich habe gelesen, dass fast ein Drittel der Menschen von einer solchen Rechts-links-Schwäche betroffen sind, wie man ja auch von einer Rechtschreibschwäche spricht, wenn sich Schreibweisen nicht fix im Kopf verankern wollen. Die Sache ist nicht weiter tragisch, denn in den meisten Fällen liege ich dann doch richtig.
Man kann sich Schwächen zunutze machen. Wir leben ja möglicherweise mit viel zu vielen Selbstverständlichkeiten, über die zu entscheiden wir uns abgewöhnt haben, weil uns dies nicht nötig erscheint. Ein kurzer Moment des Nachdenkens bei allem, was wir für selbstverständlich halten, könnte das Leben ziemlich verändern – zum Besseren.
Autoschlüssel, Bus oder Fahrradhelm? TV-Fernsteuerung – oder doch die noch kaum gelesene Zeitung? Urlaub wie immer – oder gäbe es nicht eine andere Verwendung für die eigene Zeit? Wenn es den Wahlzettel auszufüllen gilt: Wie immer? Oder haben sich die Programme der Parteien von dem entfernt, was ich für wichtig halte?
Was trinken? Wie reisen? Wo kaufen? Wen besuchen? Unsere Tage sind voller Fragen. Manche stellen sich nur einmal im Leben, weil man sie sich gar nicht öfter leisten könnte: Haus oder eine Wohnung zum Beispiel. Es gibt eigentlich gar nicht so viele Selbstverständlichkeiten, als es uns unsere Gewohnheiten weismachen wollen. Wo also geht es hin? Links oder rechts? Eine Frage der Entscheidung.
BRIEF_KASTEN
Jetzt die KIRCHENZEITUNG 4 Wochen lang kostenlos kennen lernen. Abo endet automatisch. >>