BRIEF_KASTEN
Zur Seite 24 in Ausgabe 12:
Der Nachruf auf Monsignore Josef Honeder, der äußerst verdienstvoll als Priester, Lehrer und Gymnasialdirektor wirkte, bedarf einer Ergänzung: Der Verstorbene war auch ein verdienter (Lokal-)Historiker für mehrere Mühlviertler Pfarren und vor allem der Verfasser des bis heute gültigen Standardwerks über den ehemaligen Landeshauptmann von Österreich ob der Enns (1908–1918) bzw. Oberösterreich (1918–1927), Prälat Johann Nepomuk Hauser. Dieser spielte auch beim Übergang der Habsburgermonarchie in die Republik Österreich eine bedeutende Rolle. Zudem war er in der Bevölkerung sehr populär, was sich darin zeigte, dass er in 152 Gemeinden des Landes zum Ehrenbürger ernannt wurde. Im Jahr 2027 jährt sich Hausers Todestag zum hundertsten Mal.
Josef Kaltenbrunner, Puchkirchen am Trattberg
„Geöffnete Kirchentüren sind wie die ausgebreiteten Arme Jesu“ – so Pfarrer Christian Führer, St.-Nikolai-Kirche Leipzig. Wie kann es dann sein, dass in einer Kleinstadt in Oberösterreich die Kirche auch tagsüber gesperrt ist? Sie ist doch nicht Privatbesitz des Pfarrers, der Pfarrsekretärin oder von sonst wem. Da ist Jesus gleichsam eingesperrt und die Pfarrbevölkerung ausgesperrt. Wenigstens ein Plakat könnte an der Kirchentür angebracht sein, z. B. „Das ist keine Kirche, sondern ein Museum“. Ist eine Änderung zu erwarten?
P. Franz Kniewasser, Amstetten
Zu einem Leserbrief in Ausgabe Nr. 12:
„Spätestens jetzt sollten wir das Klima schützen“, schreibt ein Leserbriefschreiber zu Recht. Aber das bleibt wohl ein frommer Wunsch. Viele verantwortungsbewusste Menschen schützen es ja nach ihren Möglichkeiten. Doch so viel diese in den vergangenen Jahren die Klimaerhitzung auch einzubremsen versuchten – die weltweit grassierenden Kriege machen das Erreichte in wenigen Wochen wieder zunichte. – Auch die „wie winnig“ kreuz und quer über den Globus hetzenden Urlaubseuphoriker kümmert der Klimaschutz offensichtlich wenig. Zumindest während ihrer Flugreisen und auf den Kreuzfahrtschiffen, den denkbar größten Dreckschleudern der Meere. Erst zu Hause ereifern sich die Rückkehrer wieder über die Politiker, die gegen den Klimawandel „nix tun“.
Franz Pichler, Allerheiligen
So bitte nicht, Herr Haimbuchner! [...] Sie verlangen jetzt für die Staatsbürgerschaft die B2-Sprachprüfung. B2 ist Voraussetzung für den Universitätsbesuch. Es reicht auch B1. Das Sprachniveau B1, selbstständige Sprachverwendung, beschreibt nach dem „Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen“ gute Mittelstufenkenntnisse. Wenn Sie für die Staatsbürgerschaft B2 verlangen, dann sollte man auch von allen Politikern B2 für Gemeinderäte und C1 (Fortgeschrittene Sprachverwendung) für Landtag, Bundesrat und Nationalrat fordern. In allen Berufen braucht man eine Ausbildung. In der Politik nicht! Das Erlernen der Sprache und die Integration sind wichtig! Aber es sollte nicht etwas verlangt werden, was nicht wenige Österreicher nie zusammenbringen, einschließlich (manche) Politiker.
Robert Zinterhof, Menschenrechtspreisträger Land OÖ, Pabneukirchen
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