BRIEF_KASTEN
Die ÖBB will ihrer Kundschaft ein modernes Umfeld schaffen. So weit, so gut. Doch was nützt eine noch so gute Sitzgelegenheit, wenn man sich nicht richtig entspannen kann? Warum? – Weil es im Warteraum keine Uhr gibt; an keiner Wand. Ich würde gerne eine gute alte Bank in Kauf nehmen, wenn ich nicht immer den Mantelärmel nach oben streifen müsste, um auf meine Armbanduhr schauen zu können. Die Alternative ist ein ständiger Griff zum Handy, was ebenso nervig ist. Wäre das wirklich zu viel verlangt, als Warteraum-Planer an eine Uhr zu denken? Um das Wort abzuwandeln, das sich einst auf die fehlende Landeshauptstadt für Niederösterreich bezog: Ein Wartesaal ohne Uhr ist wie ein Gulasch ohne Saft.
Auch die automatische Tür zum Wartesaal ist nicht sehr überlegt angebracht. Denn nahe der Tür befindet sich eine Anzeigetafel. Permanent geraten Fahrgäste – natürlich unabsichtlich – in den Bereich der Lichtschranke, die den Impuls zum Öffnen der Tür gibt. Was vor allem im Winter sehr unangenehm ist.
Gibt es bei der ÖBB wirklich niemanden, der regelmäßig mit den Augen der Kunden die verschiedenen Abläufe anschaut? So billig sind die Fahrpreise nun auch wieder nicht.
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