Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
Sie jagen ihre Beute, wie etwa Tauben oder Drosseln, in der Luft. Die Raubvögel waren beinahe ausgestorben, was hauptsächlich am Insektengift DDT lag. Mittlerweile hat sich der Bestand wieder etwas erholt. In Österreich leben derzeit etwa 220 bis 330 Wanderfalken-Paare.
Dass die Wanderfalken überhaupt am Kirchturm ein Zuhause gefunden haben, ist der Initiative des Apothekers und Falkners Wolfgang Windsperger zu verdanken. Der vor wenigen Tagen verstorbene Rieder hatte die Idee, einen Falkenhorst zu installieren. „Eine große Motivation war für die Pfarrgemeinde auch, dass man mit den Wanderfalken die Taubenplage in den Griff bekommen kann“, erzählt Eduard Jungwirth, Verwaltungsvorstand der Pfarre Ried.
2019 setzte die Pfarrgemeinde das Projekt dann um, doch erst sieben Jahre später zog schließlich ein Wanderfalken-Paar ein. Die Entdeckung in Ried gilt jedenfalls als positives Zeichen für die Artenvielfalt in der Region. Da das Wanderfalken-Paar möglichst ungestört bleiben soll und es keine Webcam zur Beobachtung gibt, ist bislang noch nicht bekannt, ob es bereits Nachwuchs gibt. Gut möglich jedoch, dass in wenigen Wochen Jungvögel zu sehen sein werden, die ihre ersten Flugversuche unternehmen.

Reinhard Macht ist ehrenamtlicher Diakon im SR Jenbach-Münster-Wiesing und Gemeindeberater in der Diözese Innsbruck.
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