BRIEF_KASTEN
Mehr Begeisterung! Das wünschen sich viele, die sich um die Sache Jesu beruflich kümmern – und dabei ihre Kümmernisse haben, weil die Begeisterung auf gar so müden Beinen zu stehen scheint.
Es gibt ein großes Missverständnis: dass nämlich Begeisterung nur das freudestrahlende Ja im Glauben meine, eine unbeirrbare Überzeugung, die durch nichts infrage zu stellen wäre.
Die Apostelgeschichte erzählt es anders: Der Geist Gottes ist einer, der Menschen zusammenführt und einander verstehen lässt. Und: Vom jubelnden oder gar triumphierenden Jesus wird man in der Bibel kaum Spuren finden – wohl aber davon, wie er Menschen berührte, ihre Angst spürte und die Begegnung gerade mit Ausgegrenzten suchte. Begeisterung zeigt sich wohl selten im jubelnden Applaus des Lebens, der andere wie dumm danebenstehen lässt. Eher ist sie eine besondere Empfindsamkeit, welche die Sache Jesu durch das eigene Ich spüren lässt.
Das eingangs erwähnte Lied sagt es ja: Es singt von der Begeisterung für Frieden, Hoffnung, für Befreiung, für das Gespräch, alles in allem: für die Liebe.
Begeisterung muss sich nicht laut und spektakulär anfühlen. Sie ist eine Sache des Herzens – nämlich wie ernsthaft man sich die Sache Jesu nahegehen lässt. Bei den vielfachen Bedrohungen und Irrwegen unserer Welt zeigt sie sich im schlichten Kleid der hoffenden Bitte: Komm, Heiliger Geist!
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