BRIEF_KASTEN
Bautzen wird medial oft als Hochburg der Rechtsextremen dargestellt. Leider eine bittere Realität. Realität ist aber auch, dass es dort auch sehr engagierte Bürger:innen demokratischer Parteien und eine Zivilgesellschaft gibt, die sich für ein friedliches Miteinander starkmachen und versuchen, mit allen in Dialog zu bleiben. Diese konnten wir bei einer Reise des Treffpunkts Mensch & Arbeit Linz-Mitte kennenlernen. Ich war ehrlich beeindruckt. Von so viel Klarheit und Mut beim Eintreten für Menschenrechte kann man auch hierzulande etwas lernen.
Die zweite positive Überraschung in Bautzen war der Dom St. Petri. Er gilt als älteste und größte Simultankirche Deutschlands und wird seit 1524 gemeinsam von katholischen und evangelischen Christ:innen genutzt.
Eine niedrige Gitterwand trennt die Bereiche für den katholischen und evangelischen Gottesdienst. Doch über allem schwebt ein großes, künstlerisch gestaltetes Kreuz aus Glas, das aus unterschiedlichen Richtungen betrachtet je unterschiedliche Farbspiele zeigt.
Was für ein schönes Zeichen für die Ökumene – und für das Mehr an gutem Miteinander, das man wohl nicht nur den Menschen in Bautzen wünschen möchte.
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