BRIEF_KASTEN
Zu „Ein Fest auf den Straßen“ in Nr. 23:
Die Formulierungen über die heilige Eucharistie entsprechen nicht dem, was Jesus uns sagte und was die katholische Kirche uns lehrt. [...] Eine Hilfe für solche Artikel für Kinder wäre der „YOUCAT for Kids“. Jesus sagte: „Lasst die Kinder zu mir kommen.“ Denken wir an den heiligen Carlo Acutis. Eine getaufte Kinderseele ist Jesus besonders nahe.
Sr. M. Elisabeth Brandtstätter, per E-Mail
Zu „Mensch und Computer“ in Nr. 23:
[...] Papst Leo XIV. warnt davor, dass KI durch Algorithmen die Menschen entwürdigt, indem vorwiegend Macht und Profit dahinter stehen, anstatt dem Gemeinwohl und der Menschenwürde zu dienen. Daraus kann man ableiten, dass alles, was technisch und wirtschaftlich als optimal eingestuft wird, den ethischen und sozialen Gesichtspunkten noch lange nicht genügen muss. Auch Kriegsführung und autonome Waffensysteme ohne moralische Instanz, die sich sogar der menschlichen Kontrolle entziehen könnten, werden erwähnt, und der oft zitierte „Gerechte Krieg“ wäre durch Diplomatie, Dialog und Vergebung auch nicht nötig. Auffallend ist bei der Umsetzung von Innovationen, dass ein rechtliches Regelwerk meist nachhinkt (Social-Media-Plattformen ab 14, E-Scooter-Gesetz …), und daher werden „moralische Wachrüttler“ aus Politik, Gesellschaft und insbesondere der Kirche mit ihren Statements immer wichtiger, um kollektive Irrwege frühzeitig aufzeigen zu können.
Dr. Karl Hofstätter, per E-Mail
Zu „Bei der Synodalität nachbessern“ in Nr. 23:
Der Bericht über das Interview von Kardinal Schönborn durch den Wiener Dogmatiker Tück hat mich schwer irritiert: [...] Geradezu schockiert aber bin ich über den geschilderten Eindruck des jungen Schönborn, dass bezüglich des [Zweiten Vatikanischen] Konzils, wie es von der Mehrheit der Theologen damals verstanden worden sei, „etwas nicht stimmt(e)“. Mir fallen die Namen Hans Küng, Leonardo Boff, Edward Schillebeeckx ein, unzählige weitere wären zu ergänzen. Wenn diese wirklich die Mehrheit waren, wie Schönborn es hier skizziert: Hätte Rom dann nicht umso mehr in aller Offenheit mit ihnen disputieren müssen? Ganz im Sinne dessen, was heute als Synodalität gepriesen wird? Stattdessen hat man ihnen hinter den verschlossenen Türen der Glaubenskongregation den Prozess gemacht. Wollte man auf diese Weise den Geist des Konzils wieder einfangen? [...]
Dr. Harald Prinz, Enns
Zur aktuellen Serie mit Wunibald Müller:
Enkel ohne Gott? Nein. Aber leider zunehmend ohne unsere katholische Kirche. Ja, es stimmt, bei den heutigen Gottesdiensten kommt die spirituelle Heimat zu kurz. Formale Rituale sind nicht attraktiv für junge Menschen, die Emotion, Orientierung und Begleitung in ihren Sorgen und Nöten suchen. Wir leben in einer dramatisch veränderten Welt mit anderen Erwartungen, Hoffnungen und Wünschen der nachkommenden Generationen. Die jungen Menschen abzuholen, heißt, auf sie einzugehen, ihre Probleme zu erkennen und gemeinsam mit ihnen Perspektiven zu entwickeln – vor dem Hintergrund des Lebens und Wirkens von Christus. Wenn wir die in unserer Zeit lebenden Menschen verstehen, mit ihnen reden und ihnen auch emotionale Geborgenheit vermitteln, werden unsere Kirchen wieder voll sein.
Dr. Christoph Leitl, Linz
BRIEF_KASTEN
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