BRIEF_KASTEN
Zu „Alle, alle, alle“ in Ausgabe Nr. 25:
Danke für Ihre Kolumne [...]! Darin erwähnen Sie den „Widerstand der katholischen Kirche“ gegen die Idee der Würde jedes Menschen und der Menschenrechte „in manchen Phasen“. Leider dauert diese Phase bis heute an, denn alle – alle! – Frauen werden – nur aufgrund ihres Geschlechts! – von vielen Funktionen in der katholischen Kirche ausgeschlossen. In der UN-Menschenrechtserklärung 1948 steht z. B. im Artikel 2: „Jeder Mensch hat Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa aufgrund rassistischer Zuschreibungen, nach Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“ [...]
Max Deml, Wien
Viel geht es um Tiere in der Kirchenzeitungsausgabe Nr. 24: bei den Herren Fellinger und Wallner um Eichhörnchen, Amseln und Frösche; bei den Tele-Tipps um das „dumme“ (?) Huhn. Nachfolgend ein (historisches) Tierschicksal: Im November 1957 wurde die Hündin „Laika“ an Bord des Satelliten „Sputnik 2“ ins All geschossen. Nach dem Start überlebte das gequälte Tier nur wenige Stunden. Fast ein halbes Jahr umkreiste die Kapsel mit dem toten Körper die Erde, ehe sie im April 1958 verglühte. – Auf dieses Ereignis bezieht sich das 1963 verfasste Gedicht „Laika“ des deutschen Lyrikers Günter Kunert: [Das Gedicht sieht in dem um die Erde kreisenden Satelliten („Kugel aus Metall“) mit dem toten Hund eine Warnung davor, dass eines Tages die Erdkugel mit einer toten Menschheit darauf um die Sonne kreisen könnte.] Verhüte Gott, dass Günter Kunerts Schreckensvision jemals Wirklichkeit werde! Aber ausgeschlossen ist nichts, so wie der Mensch mit seiner Erdkugel umgeht.
Franz Pichler, Allerheiligen
Grüß Gott! – Wer sonst als kirchliche Institutionen wie Pfarre, Kindergarten bis hin zur Caritas sollten in ihren Aussendungen die Leser mit „Grüß Gott“ begrüßen? Es wäre ein wichtiges Marketinginstrument in einer schwächelnden Kirche. Ein „Hallo!“ oder „Guten Tag!“ ist fehl am Platz.
Karlheinz Sandner, Kefermarkt
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