BRIEF_KASTEN
Das weniger Ertragreiche und was an anderen Kräutern dem Gewünschten entgegenwächst, wird zugunsten einer einzigen Gattung ausgemerzt. Nur um den hohen Preis der Auslöschung vieler Arten, Sorten und der Einebnung der Vielfalt unserer Landschaften funktionieren Monokulturen auf eine beschränkte Zeit. Viel Schaden ist auf der Erde schon angerichtet worden, weil man meinte, so effizienter wirtschaften und höhere Gewinne erzielen zu können. Ein Irrtum, wie sich immer mehr herausstellt.
Während also im Feld der Natur sich die Grenzen zeigen, geht die Weltpolitik immer strikter Richtung Monokultur.Wenige Mächtige versuchen, die Kontrolle und Herrschaft über weite Teile der Welt zu erlangen. So hat es der britische Schriftsteller George Orwell schon unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in seinem berühmten Zukunftsroman „1984“ fast prophetisch beschrieben: Von drei großen Machtblöcken wird das Leben der Menschen unter Kontrolle gehalten. Man belauert einander in beständigem Argwohn und Krieg. Das Misstrauen bestimmt das Leben. Gelacht wird nicht mehr in einer solchen Welt. Sogar gegen die Angst sind Menschen gleichgültig geworden. Sie wissen nicht mehr, was Friede ist.
Eine Welt, in der man einander nicht beherrschen, sondern einander begegnen will, eine Welt, die mehr vom Vertrauen als vom Misstrauen geprägt ist – das wäre ein großes politisches Ziel.
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