BRIEF_KASTEN
Egal, ob man mit Künstlerinnen in der Musikbranche oder Chefinnen in Vorstandsetagen spricht und aktuelle Studien analysiert: Der Frauenanteil ist nach wie vor gering. Je weniger gut bezahlt, umso größer der Frauenanteil, das ist die einfache Formel.
Sich um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu kümmern, ist großteils Frauensache. „Daher – und das sei an dieser Stelle ausdrücklich gesagt – begrüßt die Kirche auch, wenn sich ein Mann und eine Frau in ihrem Miteinander auf ein Modell verständigen, in dem sie primär ihre Mutterrolle ausfüllt und er primär die Erwerbsrolle übernimmt“, meinte Bischof Stefan Oster dazu kürzlich. Das ist wenig hilfreich für ein Miteinander auf Augenhöhe.
Frauen in der Kirche sind in vielfältigen Funktionen tätig. Rund 260 hauptamtliche Seelsorgerinnen wirken in der Diözese Linz. Die Weihe für Frauen ist nicht in Sicht. Trotz dieser strukturellen Ungleichheit bringen sie sich noch immer mit Herzblut in der Kirche ein. Ein Wunder, für das man nur dankbar sein kann.
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