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GUT ZU WISSEN: PSYCHOLOGIE

Wie kann ich meinen Körper so akzeptieren, wie er ist?

LEBENS_WEISE

Psychotherapeutin Carmen Rella schreibt über unterschiedliche Körperwahrnehmung und ihre Folgen. 

Ausgabe: 24/2023
13.06.2023
- Carmen Rella
Körperwahrnehmung ist unterschiedlich
Körperwahrnehmung ist unterschiedlich
© Eris , pixabay

Meistens hat man genaue Vorstellungen davon, wie man auszusehen hat, und der eigene Selbstwert ist eng mit dem Aussehen verknüpft. Dabei orientieren sich viele an gängigen Schönheitsidealen.

 

Dies führt laut Umfragen bereits bei vielen Kindern und Jugendlichen dazu, dass sie aus Angst, sich bloßzustellen, oft gar nicht erst ins Schwimmbad gehen möchten. Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper oder Sorgen in Bezug auf Figur und Gewicht zählen zu den Risikofaktoren für die Entwicklung von Essstörungen, negativen Körperwahrnehmungsstörungen und Depressionen. 

 

Body Positivity: den Körper lieben, wie er ist


In den vergangenen Jahren hat sich als Gegenströmung zum gängigen Schönheitsideal die sogenannte Body-Positivity-Bewegung entwickelt. Body Positivity steht für einen positiven Umgang mit allen Körperformen und -arten. Jede:r soll sich so lieben und zeigen, wie er oder sie ist!


Doch es gibt auch Kritik an dieser Haltung. Body Positivity soll Übergewicht beschönigen und nicht ernst nehmen. Deshalb wird in letzter Zeit immer öfter von „Body Neutrality“ gesprochen. Das Aussehen solle gar nicht mehr im Fokus stehen, sondern es sollte unser Ziel sein, einen gesunden Selbstwert zu entwickeln. Jede:r ist viel mehr als das Äußere, auch innere Werte machen einen Menschen schön. Dafür sind vor allem Achtsamkeit und Bewusstsein wichtig.

 

Übungen für mehr Körperakzeptanz


Blick: Betrachten Sie sich öfter mit einem wohlwollenden Blick im Spiegel und vergleichen Sie sich nicht mit anderen. Was finden Sie schön an sich? Was schätzen Sie besonders an Ihrem Körper? 


Gedanken: Beobachten Sie Ihre Gedanken, wie sprechen Sie mit sich und anderen? Wertschätzend, motivierend und liebevoll? Weisen Sie Ihren inneren Kritiker notfalls in die Schranken.


Körperbewusstsein: Spüren Sie, so oft es geht, hin und nehmen Sie Ihren Körper von Kopf bis Zeh wahr. Üben Sie Ihre Achtsamkeit. Meditieren ist auch eine gute Möglichkeit, diese Fähigkeit zu fördern.


Sorgfältiger Umgang: Unser Körper ist das Zuhause für uns und unsere Seele. Wir verbringen unser ganzes Leben in ihm und sollten uns gut um ihn kümmern und dankbar sein, was er täglich zu leisten vermag.

Carmen Rella, Psychotherapeutin in freier Praxis, Innsbruck, www.carmenrella.at
Carmen Rella, Psychotherapeutin in freier Praxis, Innsbruck, www.carmenrella.at
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