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Haushalt

Kleine Biester loswerden

LEBENS_WEISE

Sie wohnen mietfrei in unseren Häusern und Wohnungen und lassen sich oft schwer bekämpfen: Lebensmittelmotten, Silberfischchen und Bettwanzen. Aber es gibt Lösungen.

Ausgabe: 42/2023
17.10.2023
- Lisa-Maria Hammerl
Kommt man mit Hausmitteln nicht mehr weiter, hilft nur noch die professionelle Schädlingsbekämpfung.
Kommt man mit Hausmitteln nicht mehr weiter, hilft nur noch die professionelle Schädlingsbekämpfung.
© Karin & Uwe Annas/Stockadobe

Lebensmittelmotten kommen vor allem in der Küche vor. Wie es ihr Name schon sagt, machen sie es sich gerne in Lebensmitteln wie Nudeln, Müsli oder Reis gemütlich, machen aber auch vor frischem oder Trockenobst, Gewürzen, Tee, Nüssen oder Schokolade nicht halt. Zum Teil können sie sich auch durch Verpackungen von Fertigsuppen oder ähnlichem fressen. Die Larven sehen aus wie kleine weiße Mehlwürmer, die ebenso kleine weiße Fäden ziehen.  


Wichtig zu wissen ist, dass sich die Lebensmittelmotten auch im saubersten Haushalt ausbreiten können, wenn man sie unbemerkt etwa in einer Packung Kokosflocken oder Reis vom Supermarkt nach Hause trägt. Vorbeugend oder wenn bereits der Verdacht besteht, dass es Lebensmittelmotten in der Küche gibt, sollten die Produkte auf einen Befall kontrolliert und in luftdicht verschließbare Behälter gefüllt werden. Bereits befallene Lebensmittel müssen weggeworfen werden.

 

Nicht nur die Vorräte und Vorratsboxen sollten nach Mottenlarven oder deren Kokons durchsucht werden, sondern auch die Küchenkästen und -regale. Im Bedarfsfall diese gründlich aussaugen, mit Essigwasser reinigen und gut abtrocknen. Zur biologischen Bekämpfung der Motten werden immer wieder auch Schlupfwespen empfohlen, die im Fachhandel erhältlich sind. Sie legen ihre Eier in den Motteneiern ab, wodurch sich diese nicht weiterentwickeln können. Die Schlupfwespen wiederum sind für Mensch und Tier unbedenklich und verschwinden, wenn keine Motteneier mehr da sind. 


Auch mit Klebefallen oder Sprays kann man den Motten zu Leibe rücken, allerdings können diese gesundheitsschädlich sein – am besten vorab informieren.

 

BETTWANZEN IM ANMARSCH

 

Derzeit sind beispielsweise Frankreich und Großbritannien mit einem vermehrten Bettwanzenaufkommen konfrontiert. Die nachtaktiven Blutsauger werden unter anderem durchs Reisen eingeschleppt. Bettwanzen sind vier bis fünf Millimeter groß und von dunkelbrauner bis -roter Farbe. Einen Befall kann man etwa an dem hinterlassenen Kot oder den Blutflecken erkennen – oder an den signifikanten Bissspuren auf der Haut: Die Wanzen beißen mehrmals zu, bis sie ein Blutgefäß finden. Diese Bisse bilden eine Linie und damit die sogenannte „Wanzenstraße“. 


Die Insekten sind sehr hartnäckig, doch mit bestimmten Hausmitteln kann man versuchen, sie loszuwerden. Ein Trick ist etwa, betroffene Bettwäsche oder andere Textilien mehrere Tage einzufrieren oder bei mindestens 60 Grad zu waschen. Kälte/Hitze soll die Wanzen und ihre Eier abtöten.

 

Damit sich die Wanzen beim Transport zur Waschmaschine nicht woanders verbreiten, die Bettwäsche am besten in Säcke packen. Weiters kann man die Matratze mit einem Dampfreiniger behandeln (höchste Stufe) und Bett und Schlafzimmer gründlich saugen, dabei vor allem auf Ritzen und Fußleisten achten.

 

IMMUN GEGEN CHEMIE

 

Im Handel werden natürlich auch chemische Mittel zur Bekämpfung von Bettwanzen angeboten wie Sprays, Fallen oder „Fogger“ – bei letzterem handelt es sich um eine Dose, die via Knopfdruck aktiviert wird und einen Nebel versprüht, der die Wanzen tötet. Diese Insektizide sollten jedoch mit Bedacht verwendet werden, da sie gesundheitsschädlich sein können.

 

Sind die Bettwanzen immer noch da, sollte eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma beauftragt werden. Durch die zunehmende Verwendung von Bioziden im Haushalt haben die Insekten nämlich bereits Resistenzen entwickelt.

 

LAVENDELDUFT UND LUFT

 

Weitere bekannte, aber nicht unbedingt beliebte Hausbewohner sind die Silberfischchen. Sie sind etwa einen Zentimeter groß, haben einen silbrig-geschuppten Körper und lange Fühler. Sie mögen es warm und feucht, weshalb sie besonders gerne im Herbst und Winter unsere Häuser aufsuchen.

 

Was hilft, ist regelmäßiges Stoßlüften, mindestens zwei Mal täglich. Besonders nach dem Kochen oder Duschen ist ein Luftaustausch wichtig. Da sich Silberfischchen gerne in Spalten oder Ritzen aufhalten und dort auch ihre Eier ablegen, sollte man diese regelmäßig aussaugen.

 

Katzenfutter und Lebensmittel (nachts) nicht offen stehen lassen, die Insekten sind auf zucker- und stärkehaltige Nahrung aus. Als natürliche Fallen eignen sich mit Honig bestrichene Backpapierstreifen oder eine Mischung aus Backpulver und Zucker. Was Silberfischchen auch vertreiben soll, sind Lavendel- und Zitronenduft. 

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