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Tipps für Gärtnerinnen und Gärtner

Hochbeet: Reiche Ernte im Winter

LEBENS_WEISE

Das Hochbeet muss im Winter nicht leer stehen. Bestimmte Blatt-, Wurzel- und Kohlgemüse können im September oder Oktober ausgesät werden. Geerntet wird dann entweder im Winter oder im Frühjahr.

Ausgabe: 35/2023
29.08.2023
- Lisa-Maria Langhofer
Aussäen im September oder Oktober, ernten im Winter oder im darauffolgenden Frühling: Das Hochbeet ist ganzjährig nutzbar.
Aussäen im September oder Oktober, ernten im Winter oder im darauffolgenden Frühling: Das Hochbeet ist ganzjährig nutzbar.
© Trongngyuen/Stockadobe

Das Hochbeet hat im Winter einige Vorteile gegenüber dem Bodenbeet. Die höhere Lage verhindert ein Eindringen des ersten Frosts und damit ein Beschädigen der Wurzeln. Davon abgesehen sind im Winter Schädlinge oder Krankheiten kaum ein Problem, da die meisten davon wärmere Temperaturen bevorzugen. Die Schichten des Hochbeets fungieren als Wärmespeicher und schützen die Pflanzen auch gut vor Fäulnis. Wer zusätzlichen Schutz möchte, arbeitet mit (eventuell selbst gebauten) Dächern, Frühbeetaufsätzen oder Folientunneln. Die Abdeckungen sollten immer genügend Abstand zu den Pflanzen haben, um Schimmelbildung durch Kondenswasser zu vermeiden. Für kurze Frostperioden eignet sich übrigens auch Vlies zur Wärmeisolierung. Ein natürlicher Schutz ist mit Laub, Reisig oder Tannenzweigen möglich, allerdings sollte vor allem Laub nicht zu dicht an den Pflanzen anliegen, um Krankheiten aufgrund von Feuchte und Regen zu verhindern.

 

Blatt-, Wurzel- und Kohlgemüse


Zu den Gemüsesorten, die noch im Frühherbst ausgesät werden können, zählen frosttolerante Blatt-, Wurzel- und Kohlgemüse. Ab September kann etwa Feldsalat in den frostfreien Boden gesät werden. 


Auch bestimmte Romanasalatsorten, Winterkopfsalat (Ernte April/Mai des Folgejahres) oder -portulak (auch Postelein genannt), Winterspinat oder Rucola – bei letzterem ist sogar eine ganzjährige Aussaat möglich – können jetzt noch ausgesät werden. 


Beim Winterspinat ist zu beachten, dass man nur einzelne Blätter aberntet, sodass er bei milderen Temperaturen wieder austreiben kann. Beim Feldsalat soll sich der Geschmack durch die Kälte verbessern. 


Frosthart, aber dafür erst im Frühjahr zur Ernte bereit, ist die Wintererbse. Sie wächst über den Winter nur langsam oder wenig. Für Menschen mit viel Geduld eignen sich Wintersteckzwiebeln. Diese kann man von September bis in den November hinein stecken, allerdings erfolgt die Ernte erst ab Juni bis August. 


Zur Herbstsaat macht auch die Winterkresse viel Freude. Sie hält Kälte sehr gut aus und keimt bereits bei niedrigen Temperaturen. Wird sie im September oder Oktober gesät, kann man spätestens im Dezember ernten. 


Im Spätherbst ist ein Hochbeetaufsatz hilfreich, um Kohl, Grünkohl, Lauch oder Kohlsprossen heranzuziehen. Geerntet werden kann dann bis in den Jänner hinein. Die Winterernte sollte im Allgemeinen übrigens nur an frostfreien Tagen erfolgen. 

 

Wir bleiben drin


Manche Gemüsesorten, die schon im Frühling oder Sommer gesät wurden, können über den Winter im Hochbeet bleiben. Dazu zählen etwa Winterporree, Feldsalat, Pastinaken, Grünkohl oder Sprossenbrokkoli. Gut im Hochbeet überwintern können auch Kräuter wie Salbei, Thymian oder Rosmarin. Doch egal welches Gemüse oder welche Kräuter, am besten informiert man sich im Vorhinein bei Fachleuten darüber, wie winterfest die Pflanzen sind und ob sie einen besonderen Schutz brauchen. 

 

Winterpause


Wer dem Hochbeet eine Pause gönnen und erst im Frühjahr wieder aussäen und bepflanzen möchte, der füllt es mit Grünschnitt, Laub, Pflanzenresten und anderen Gartenabfällen. Das verrottet über den Winter und reichert die Erde wieder mit Nährstoffen an. Beim ersten Frost kann auch noch mit Mulchmaterial wie Fichten- oder Tannenzweigen abgedeckt werden. 

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