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Inhalt:

Geschickte kleine Hände

Bewusst Leben

Fingerfertigkeit ist nicht erst für Schulanfänger/innen wichtig. Sobald Kinder greifen, lernen sie ja fast täglich, was man mit den Fingern so alles machen kann. Und im Kindergartenalter geht das Probieren mit den verschiedensten Materialien munter weiter.
 

Ausgabe: 36/2018
04.09.2018
- Brigitta Hasch
Volle Konzentration. Wenn man bei den ersten Schüttübungen ein Tablett unterstellt, kann auch ruhig was danebengehen.
Volle Konzentration. Wenn man bei den ersten Schüttübungen ein Tablett unterstellt, kann auch ruhig was danebengehen.
© ©Sasenki - stock.adobe.com

Eine Flasche aufzuschrauben ist für Erwachsene eine automatisierte Handlung. Ein Kind muss das erst lernen. Ebenso den Inhalt der Flasche in ein Glas zu bekommen oder einen Teller zum Tisch zu tragen, ohne dass der Kuchen zu Boden fällt. Zur echten Herausforderung, auch noch für so manche Erwachsene, wird schließlich das Zubinden der Schuhe mit einer Masche.
Es gibt eine Unmenge an Fertigkeiten, die sich Kleinkinder teilweise von den Erwachsenen abschauen oder die man ihnen gezielt und mit Geduld beibringen kann. Ihre Neugier und ihren Eifer muss man da nur bremsen, wo Gefahr in Verzug ist. Dass Bügeleisen und Herdplatten heiß sind, sollten die Eltern so glaubwürdig vermitteln, dass das Kind es gar nicht erst ausprobiert. Auch Feuer, Steckdosen oder scharfkantige Gegenstände sind jedenfalls tabu. Anders sieht dies bei Messer und Schere aus – hier ist es eine Frage des Alters, das Kind damit vertraut zu machen.

 

Übung macht den Meister

Das Üben und Ausprobieren ist anstrengend und dauert seine Zeit. Ob die Kekse nun ganz ordentlich ausgestochen werden, das Brot gleichmäßig mit Marmelade überzogen ist oder der Saft verschüttet wird, darf da keine Rolle spielen. Die Arbeit sollte auch nicht aus Zeitmangel abrupt abgebrochen, sondern vom Kind ganz bewusst und gewollt beendet werden. Gehirnforscher/innen meinen, dass nur dann ein Lernprozess einsetzt. Am Ende bringt jedes Gelingen die Kinderaugen zum Leuchten und spornt auch gleich für weitere Versuche an. Aufmuntern und loben statt nörgeln regen den Forscherdrang weiter an. Dass es die Eltern natürlich besser können, interessiert da niemanden. Doch Achtung! Jedes Kind hat ein anderes Tempo und unterschiedliche Begabungen. Vergleiche mit anderen bereiten da nur Stress.

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