Die Pensionsreform regt viele auf. Doch warum regt ein Zynismus dahinter kaum auf? Dass Menschen, die „ihr Lebtag“ lang gearbeitet haben, mit einem „Butterbrot“ in der Pension abgespeist werden?
Dass es zur Härte der kleinen Pensionen kommen kann, hat seinen Grund in der Gleichgültigkeit einer Sieger- und Spaßgesellschaft. Diese findet zum Beispiel nichts dabei, dass eine Frau für 38 Wochenstunden oft eintöniger, schwerer Arbeit kaum über 1.000 Euro Monatslohn hinauskommt.
Unsere Gesellschaft lässt es weithin kalt, dass 700.000 Menschen unter oder an der Armutsgrenze leben. In einem System, in dem sich das Einkommen im letzten Lebensabschnitt am Arbeitseinkommen der früheren Jahre orientiert, ist es nur logisch, dass für manche die Pension sehr mager ist. Der gesellschaftliche Aufschrei müsste daher vorher ansetzen: bei der Klage über Minilöhne und nicht vorhandene Grundabsicherungen. Hans Innerlohinger schau oba und impf uns deine Klarheit ein, Skandal zu nennen, was Skandal ist! Und wieder einen Mindestlohn zu fordern, der zum Höchstlohn in einem Verhältnis steht.