Es ist ein undankbarer Job, Werbung zu machen. Jemandem in den Ohren zu liegen mit dem eigenen Anliegen. Per Telefon. Immer wieder Leute zu einer Veranstaltung einzuladen via Mail. Handzetteln zu verteilen auf der Landstraße – „face to face“.
Eine Idee beim Kulturprogramm auf der „Schönbrunn“ war, Menschen anzusprechen: quer durch alle Schichten, kirchlich Gebundene und Fernstehende. Ein Team der Kirchenzeitung machte sich auf den Weg, um Laufkundschaft anzuwerben. Stationen waren: Nibelungenbrücke, Hauptplatz, Landstrasse. Eine freundliche Einladung, gratis der Musik lauschen zu können sowie Kaffee und Kuchen um einen Euro fast geschenkt zu bekommen – das war unsere Werbebotschaft.
Von „Schleicht’s euch“ bis Ignoranz reichten die Reaktionen. Typisch und nicht ungewöhnlich. Aufgeregt erzählte eine Mitarbeiterin aber auch von ungläubigem Staunen, das sie erlebte. Das ungläubige Staunen versetzte wiederum uns ins Staunen. Anscheinend erwarten die Menschen nur noch selten Gutes. „Ist da wirklich kein Haken dran?“ – Kein Haken dran. Unglaublich, aber wahr.