Vom 29. Mai bis 1. Juni findet erstmals das Österreichische Sozialforum statt. Ulrike Gschwandtner ist begeistert von den Chancen, die ein derartiges Treffen eröffnet.
Hallein klingt zwar nicht so exotisch wie Porto Alegre. Aber die ehemalige Salinenstadt an der Salzach wird bald mit der Hafenstadt in Brasilien etwas gemeinsam haben. Kommende Woche geht erstmals das „Austrian Social Forum“ (ASF) über die Bühne der Pernerinsel. Österreichs Variante des „Weltsozialforums“, das Porto Alegre weltweit bekannt gemacht hat. „Wir erwarten 1500 Leute. Es gibt acht Konferenzen, 111 Seminare und Workshops“, sagt Ulrike Gschwandtner. Und die Soziologin erklärt die Buntheit: „Das ASF versteht sich als ein großes Netzwerk. Es gibt drei große Prinzipien. Wer sie mitträgt, ist dabei: gegen Krieg, für soziale Gerechtigkeit und gegen eine neoliberale Politik.“ Was sie besonders begeistert an dieser Bewegung, ist „die neue Qualität in der Politik. Alle Kräfte werden gebündelt, ohne zuvor über einen Beistrich eines Statuts abgestimmt zu haben.“ Die Sprecherin des Salzburg Social Forums überrascht deshalb nicht, dass gerade ein ÖVP-Bürgermeister in Hallein die „Globalisierungskritiker“ unterstützt. „Schließlich leidet auch die Stadt an den Auswirkungen neoliberaler Politik. „Die Tauernautobahn wird dabei zum Symbol der Vernetzung“, erklärt die Soziologin: die Anrainerbelastung, die Arbeitsbedingungen der Lkw-Fahrer, der Transport von Kriegsmaterial oder die Kostenwahrheit im Güterverkehr. Deshalb will das ASF in Hallein am 30. Mai die A 10 blockieren.