„Shame on you, Mr. Bush“ – der viel zitierte Auftritt von Oscar-Preisträger Michael Moore liegt noch in den Ohren. Moore bezog sich damals auf den amerikanischen Angriff gegen den Irak, doch damit hatte seine Kritik an der Regierung Bush keinesfalls ihren Ausgang genommen. Noch vor dem 11. September 2001 hatte Moore in seinem Buch „Stupid White Men“ mit der Regierung Bush und mit dem Zustand der amerikanischen Gesellschaft insgesamt abgerechnet. Lesenswert macht dieses Buch nicht allein der scharfe, zuweile fast rüde Stil und seine bissige Ironie, sondern auch die von ihm zusammengetragenen Fakten, deren Quellen er auch am Ende des Bandes belegt. Moore führt jedoch nicht nur Bush, seine Familie und seine Regierung vor – auch die ungeschickten Demokraten bekommen ihr Fett ab.
Mit seinem Einsatz für den alternativen Präsidentschaftskandidaten Ralph Nader und seine gesellschaftspolitischen Ansichten ist Moore selbst aber sicherlich nicht als unparteiisch zu bezeichnen. Wenn man dies beim Lesen beachtet, ist das Buch trotzdem sehr lesenswert.
Michael Moore: Stupid White Men. Piper. Preis: Euro 12,–