Ein Zimmer. Eine Wohnung. Vielleicht irgendwann ein Haus. Ein Traum von Leben – wohnen möchte man, nicht ohne Obdach sein. Ganze Berufsgruppen kümmern sich darum. Der Flächenwidmungsplan legt fest, wo es überhaupt möglich ist, Banken bieten Finanzierungsmodelle an. Baumeister, Maurer, Tischler sind am Werk, Strom, Wasser, Straßenanschluss.
Da ist einer, der sagt, er bereitet eine Wohnung vor, nimmt all die nötigen Vorüberlegungen ganz einfach ab. Keine Rede von den Miets- oder zu erwartenden Betriebskosten. Das Fest „Christi Himmelfahrt“ erinnert an das Wohnungsangebot Jesu: Ich gehe voraus, um euch eine Wohnung zu bereiten. Was soll das für eine Wohnung sein, fragen skeptisch jene, für die Himmel ja doch nur Illusion ist? Der Himmel ist für sie eine zu vage Vorstellung, als dass man darauf die Grundmauern seines Lebenstraumes bauen könnte.
Wie die verheißene Himmelswohnung aussehen wird, lässt sich seriöserweise nicht sagen. Vermutlich hat Jesus weniger an die Architektur dieser Wohnung gedacht, als an ihren Sinn. Heimkommen werdet ihr, nicht einfach verenden auf dieser Erde. Das ist die Zusage. All das Schöne und Gute, das man mit Heimkommenverbindet, darf man auch mit der Wohnung im Himmel in Verbindung bringen. Am Ende des Lebens werdet ihr nicht hinausgeworfen in die Obdachlosigkeit. Ihr werdet ankommen, endlich da sein, umfangen und aufgenommen von Liebe. In der Tat ein starkes Fest ist Christi Himmelfahrt.