Seit sieben Monaten ist Jakob Steixner Friedensdiener in Osijek. Den Einsatz versteht der Vorarlberger als Mischung aus praktischer Hilfe und moralischer Unterstützung.
Auf den ersten Blick, so meint Jakob Steixner, sei der Unterschied zwischen Jugendlichen im Bregenzerwald und in Ostslawonien nicht so groß. Aber nach sieben Monaten Auslandszivildienst im kroatischen Osijek erkennt der 20-Jährige aus Doren, worin sich Einsatz- und Heimatort unterscheiden: „Hier herrscht eine große Apathie“, sagt Steixner. Da setzt PRONI, der einzige Jugendclub in Osijek, an, in dem Steixner mitarbeitet. „Wir wollen die Möglichkeit bieten, dass Jugendliche ihre Ideen in Taten umsetzen. Es sind kleine Schritte und persönlicher Einsatz, die zu Veränderungen auf lokaler Ebene führen.“ In erster Linie aber arbeitet der österreichische Friedensdiener im „Centar za Mir“. Das Zentrum für Frieden ist die größte regionale Friedensinitiative in Ostkroatien. Jakob Steixner sieht viele Möglichkeiten, wie er zum Leben im einstigen Kriegsgebiet beitragen kann. Besonderen Spaß machen ihm dabei jene Nachmittage, an denen er in Vucovar mit Kindern spielerisch gewaltfreien Umgang übt. Oder in Bilje leistet er mit einem Deutschkurs einen Beitrag zum Wiederaufbau des Tourismus. Der Ort am Rande des größten naturbelassenen Sumpfgebietes in Mitteleuropa erhofft sich damit einen Aufschwung. Ähnliches traut Jakob Steixner dem Besuch eines weiteren Friedensdieners in Osijek zu: „Die Jugendlichen sind schon stolz, dass in ihre Stadt ausgerechnet der Papst gekommen ist.“