„Andi“ und „Soni“. Freunde haben die zärtlichen Kurzbezeichnungen auf die Kerzen geschrieben. In Attnang-Puchheim, Bahnsteig 1, geschah am 23. Juni das Unglück. Andreas und Sonja wollten wohl eine Abkürzung nehmen und übersahen den Zug.
Blumen, Kerzen, mit Kreide geschriebene Worte erinnern am Bahnsteig an das Unfassbare. Tausende Menschen rollen täglich vorbei. Schnellzüge, Personenzüge, Gütertransporte. Schnell soll alles gehen, reibungslos. Nur ja keine Verspätung im hektischen Reisebetrieb.
Durchreisende werden kaum wahrnehmen, was hier geschah. Bevor die Reisewelle so richtig anrollt in diesem Sommer, wenn man wartet auf einen Zug oder Bus, wenn man sich über Verspätungen ärgert – sollte man einen Moment innehalten. Attnang-Puchheim, Bahnsteig 1. Der Fahrplan Gottes – wer kennt ihn schon?