Zum Schulschluss erhielt Georg Neuhauser die Auszeichnung „Ein Herz für Schüler/-innen“ der Katholischen Jugend.
„Schon als Schüler habe ich mich in die Klasse gestellt und so getan, als wäre ich Lehrer“, erzählt Georg Neuhauser. Er unterrichtet naturwissenschaftliche Fächer, vor allem Biologie, an der Handelsakademie in Steyr. Die Wahl der Fächer hängt mit seiner Naturverbundenheit zusammen: „Ich komme von einem Bauernhof und habe auch eine landwirtschaftliche Schule besucht. Da war Biologie nahe liegend. Lehrer wollte ich aber auf jeden Fall werden.“Zusammen mit seiner Kollegin Helga Witwer leitet er das Projekt COOL – Cooperatives offenes Lernen an der HAK Steyr. Dabei handelt es sich um ein Unterrichtsprinzip, das stark auf Eigenverantwortung der Schüler/-innen basiert. „Wir sind überzeugt, dass es in jedem Schüler viel zu entdecken gibt – auch in schwachen Schülern. Deshalb fördern wir ihre Freiräume. Die größten Erfolge kann COOL im Bereich der sozialen Kompetenz von Schüler/-innen verbuchen“, freut sich Neuhauser. Insbesondere die Teamfähigkeit wird dadurch gestärkt.
Georg Neuhauser ist selbst ein überzeugter Teamspieler: „Ich bin nur so stark, wie mein Team“, sagt er. So engagierte er sich beim „Personenkomitee für ein in- und ausländerfreundliches Steyr“, das 1994 mit dem Solidaritätspreis der Linzer Kirchenzeitung ausgezeichnet wurde. Zusammen mit seiner Frau, der Historikerin Waltraud Neuhauser-Pfeiffer, hat er sich für ein Buchprojekt auf die Spur von Steyrer Juden gemacht, die im Jahr 1938 vertrieben wurden. Nicht zuletzt bietet der beherzte Lehrer und ausgebildete Psychotherapeut mit „Talk about“ eine Beratung für Schüler/-innen an.