Ein Sommertheater der besonderen Art wird Geschichtsinteressierten alle zwei Jahre in Frankenburg geboten. Seit 1925 spielt die Würfelspielgemeinde ein Stück, das eines der grausamsten Ereignisse der Bauernkriege zum Thema hat. Heuer ist es wieder so weit: 400 Laiendarsteller/innen laden ein auf das Haushamerfeld, die größte Naturbühne Europas.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde es zur Kulisse eines Blutgerichts, mit dem der bayrische Statthalter Graf Herberstorff aufständische Bauern bestrafte. In Oberösterreich tobte in dieser Zeit die Gegenreformation, doch die überwiegend protestantische Bevölkerung Frankenburgs wollte sich die römisch-katholische Konfession nicht aufzwingen lassen. Es kam zum bewaffneten Aufstand und zur Belagerung des Schlosses Frankenburg, die man aber bald wieder aufgab. Den Aufständischen wurde zwar Gnade versprochen, dennoch zitierte man 36 von ihnen auf das Haushamerfeld, wo sie paarweise um ihr Leben würfelten. Die Verlierer wurden gehängt.
Die Frankenburger erinnern mit ihren Aufführungen an dieses Ereignis. In welchem Jahr fand das historische Würfelspiel statt?
Schicken Sie die Lösung bis 18. Juli an die Kirchenzeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, ein. Wir verlosen 5 x 2 Eintrittskarten für das Würfelspiel. Diesjährige Aufführungstermine: siehe Seite 24.
Beim Rätsel Nr. 26 (404.000) haben gewonnen: Rudolf Hofstätter, Mitterkirchen; Silvia Haas, Gmunden; Karoline Bernhard, Gallneukirchen.