Jugendliche können Caritas kennen lernen – und unterstützen
Ausgabe: 2003/29
15.07.2003
- Heinz Niederleitner
Juser heißt die Servicestelle der Caritas für junge Leute. Der Projektkatalog mit Projekten für Jugendgruppen ist ein Renner besonderer Art.
Ob Schulklassen oder KJ-Gruppen, Pfadfinder oder Firmkandidat/innen: Der Projektkatalog der Jugendservicestelle der Caritas bietet für jeden was. 56 Projekte sind vorgeschlagen, genau beschrieben und die Zielgruppe ist festgelegt. Sie bieten die Möglichkeit, einerseits die Arbeit der Caritas der Diözese Linz kennen zu lernen, andererseits werden die beteiligten Jugendlichen selbst sozial aktiv.
Eines der 25 Projekte, die im vergangenen halben Jahr realisiert wurden, ist die „Aktion Kilo“. Dabei geht es um das Sammeln von Lebensmitteln für Einrichtungen der Caritas, die im Sozialhilfevereich tätig sind.
Kremsmünsterer Firmlinge haben sich um dieses Projekt angenommen. „Aus dem Bedürfnis des Fachausschusses für Soziales heraus, auch für das soziale Engagement der Jugendlichen verantwortlich zu sein, entstand die Idee, im Rahmen der Firmvorbereitung ein Sozialprojekt anzubieten“, berichtet Andrea Schmatzer. Zuerst besuchten die Kremsmünsterer Firmlinge den Hartlauerhof in Asten. Dort sind obdachlose und langzeitarbeitslose Männer untergebracht.
Nach dem Besuch legten die Jugendlichen los: „Wir postierten uns vor den Supermärkten und baten die Kunden, Lebensmittel und Hygieneartikel für unser Projekt einzukaufen. Jung und Alt spendeten gerne. Gesammelt wurden vor allem Grundnahrungsmittel (Nudeln, Mehl, Zucker, Essig usw.)“, erzählt die 13-jährige Hanna Gegenhuber.
Rund 600 Kilogramm wogen die gesammelten Artikel im Wert von ca. 1.600,– Euro. „Uns machte die Aktion sehr viel Spaß, konnten wir doch in Not Geratenen helfen“, schildert Hanna die Erfahrungen der Jugendlichen. 40 von 50 Firmlingen hatten sich für das Sozialprojekt entschieden und sich darin engagiert. Eine Abordnung von ihnen überbrachte schließlich die Waren den Männern auf dem Hartlauerhof, die sich darüber und über das Engagement der Jugendlichen freuten.