Seit kurzem ist Kurt Nekula oberster Elternvertreter für den Pflichtschulbereich. Er tritt für eine Bildungsoffensive ein.
Elf Jahre hat Kurt Nekula als Hauptschullehrer gearbeitet. Schon damals habe er sich sehr dafür interessiert, wie man den Unterricht so gestalten kann, dass die unterschiedlichen Begabungen der Kinder bestens gefördert werden. Gemeinsam mit Kollegen habe er Modelle für einen lebensbezogenen Mathematikunterricht erarbeitet. „Damals war es auch möglich, dass wir für jede Schulstufe in den zentralen Fächern einen Stütz- und Förderunterricht angeboten haben. Damit aber ist es längst vorbei, in der Schulpolitik regiert der Sparstift“, meint Kurt Nekula. In den vergangenen Jahren habe das Sparen aber ein Ausmaß erreicht, dass lernschwache, aber auch besonders begabte Kinder nur noch höchst unzureichend gefördert werden können. „Das wird uns auf den Kopf fallen“, meint Nekula. Aber auch das Anwachsen der Klassenschülerzahlen und das zu geringe Angebot an berufsbildenden höheren Schulen und Lehrausbildungsplätzen bereite ihm zunehmend Sorgen.
Als Vorsitzender des Österreichischen Verbandes der Elternvereine, der 1,2 Millionen Eltern von Pflichtschülern vertritt, will Nekula eine breite Allianz für eine offensive Bildungspolitik auf die Beine stellen. In seiner Zeit als Geschäftsführer der Kinderfreunde habe er – auch in enger Kooperation mit katholischen und evangelischen Familien-, Kinder- und Jugendorganisationen – mehrere erfolgreiche überparteiliche Plattformen mitorganisiert. „Das war für eine kraftvolle, sachorientierte Arbeit immer von Vorteil“, betont Kurt Nekula.