Als Doppelgespann wollen Gerda Daniel und Petra Navara die kirchliche Entwicklungsorganisation Horizont3000 erfolgreich führen.
Ende Juni ist der Ex-ÖED-Chef und Gründungsgeschäftsführer von Hortizont3000, Robert Zeiner, ausgeschieden. Der Vorstand über- trug Gerda Daniel und Petra Navara seine Agenden. Sie waren bereits seit 1. Jänner für das „Kerngeschäft“ von Horizont3000, die Projektfinanzierung (Daniel) und den Personaleinsatz (Navara), zuständig. „Als die Bereichsleitung Ausland neu besetzt werden sollte, haben wir uns zusammengetan und gemeinsam um diese Aufgabe beworben, weil wir meinten, dass wir mehr voranbringen, wenn wir unsere unterschiedlichen Erfahrungen, Kontakte und Fähigkeiten bündeln“, erzählt Gerda Daniel. Offenbar hat den Vorstand dieses Doppelgespann so überzeugt, dass er ihm zutraut, Horizont3000 in einer schwierigen Situation, die durch Budgetkürzungen des Bundes und der EU aufgetreten ist, gut über die Runden zu bringen.
Neben Betriebswirtschaft hat Gerda Daniel (36) auch Spanisch und Französisch studiert. „Über das Interesse an Lateinamerika bin ich bald auf die Entwicklungsproblematik gestoßen. Es hat mich immer mehr gereizt, auch beruflich in diesem Bereich zu arbeiten.“ Vor zehn Jahren begann Daniel als Lateinamerika-Projektreferentin bei der kirchlichen Kofinanzierungsstelle (KFS). Später hat sie sich darauf spezialisiert, EU-Gelder für kirchliche Entwicklungsprojekte zu lukrieren. Im Jahr 2000 hat sie im Kernteam zur Zusammenführung der drei kirchlichen Entwicklungsorganisationen (ÖED, IIZ, KFS) zu Horizont3000 mitgearbeitet. Finanzagenden sind jetzt ihr Schwerpunkt.Hans Baumgartner