Die Menschen der Diözese Parnaiba sind dankbar, dass sie in Dom Alfredo Schäffler einen Bischof haben, der sich mit ganzer Kraft für sie einsetzt. Eine Reihe von Pfarren im Raum Steyr unterstützt die Arbeit von Bischof Schäffler.
Eine Delegation aus Waidhofen an der Ybbs, der Heimat von Bischof Alfred Schäffler, besuchte ihn aus Anlass des 70. Geburtstags in seiner Diözese Parnaiba (Nordosten Brasiliens). Schäffler war Religionslehrer und Erzieher, ehe er 1966 nach Brasilien ging und dort 1968 die Priesterweihe empfing. Seit 2001 ist er Diözesanbischof von Parnaiba. Waidhofens Stadtpfarrer Dechant Herbert Döller, der mit der Schwester des Bischofs, Helene Schäffler, zu der Besuchergruppe gehörte, ist vom sozialen und pastoralen Engagement des Bischofs beeindruckt. Sie trafen – stellvertretend für viele – eine Familie, die dank finanzieller Hilfe aus Österreich eine Zisterne bauen konnte. Die Familie hat nun das ganze Jahr über Wasser. Die dadurch gestiegenen Ernteerträge haben ihr zu einem bescheidenen Wohlstand verholfen. Und was ebenso wichtig ist: zu einem neuen Selbstwert und Selbstbewusstsein. Zu den herausragenden Projekten von Parnaiba zählen die Sozialzentren, in denen Kinder von Teams an Freiwilligen versorgt werden. Bischof Schäffler hat auch den Impuls der lateinamerikanischen Bischofsversammlung von Aparecida aufgegriffen und in seiner Diö-zese eine große Volksmission initiiert. Weit über 1000 „Missionar/innen“, gekennzeichnet durch ein Kreuz um den Hals, bringen das Evangelium ins Gespräch. Viele junge Gesichter sind dabei. Man sieht Dom Alfredo die kürzlich erreichten 70 Lebensjahre nicht an, als er nach der Firmung von 129 jungen Christen in Buriti in ihrer Mitte steht und sich mit ihnen unterhält, sagt Dechant Herbert Döller: „Als der Pfarrer am Ende der Firmung dem Bischof zum Geburtstag gratuliert, macht uns der tosende Applaus klar: Er gilt einem Menschen, der allen alles geworden ist, wie der Apostel Paulus schreibt. Den Armen, den Priestern, den Jugendlichen und Kindern bedeutet er viel. Aber auch Reiche, besser Gestellte gehen ihm zu. Er lehnt niemanden ab, findet aber klare Worte.“