Wenn ein waschechter Österreicher sein Hendl-Haxerl abfieselt, mag er sinnieren, ob denn das Urösterreichische noch estamiert wird. Es wird ja – dieser Grant ist urösterreichisch – eh alles ver-eu-heitlicht. Oder?
Kann man noch mit Patschen drawig zur Bassena im Mezzanin laufen oder muss man eilig Hausschuhe anziehen, um dort Wasser zu holen? Kann man im Beisl noch ein Beuschl essen oder muss man im Wirtshaus ein Lüngerl bestellen? Wie wär’s als Nachspeise mit einem Guglhupf oder muss es zum Dessert ein Napfkuchen sein? Sprache stiftet Zusammengehörigkeit. Was uns da die Ahnln überliefert haben, schwimmt den Bach hinunter, sorgen sich manche. Bei uns ist man gesessen, nachdem man Platz genommen hat. Wenn jemand gesessen hat, war er im Häfn. Und bei uns hat man noch lange nicht gestanden, wenn man gestanden ist. –
Machen Sie mit: Gestehen Sie: Sind Sie ein/e gestandene/r Österreicher/in? Wie steht es ums Österreichische? Schicken Sie uns eine kleine Geschichte mit eingewobenen urösterreichischen Ausdrücken. Wir verlosen Mundartliches.