1641 bestätigte der damals für Gmunden zuständige Passauer Bischof Leopold Wilhelm von Österreich die „Corpus Christi Bruderschaft“ und gestattete ihr, am vierten Fastensonntag die Armen der Stadt zum gemeinsamen Mahl einzuladen.
Die Corpus Christi Bruderschaft sollte zur Vertiefung des religiösen Lebens beitragen. Die Mitglieder gelobten brüderliche Liebe, sie nannten das „Lieb b’statten“. Aus diesem Ausdruck machte das Volk bald „Liebe abstatten“, was zum oö. Brauch wurde, vor allem im Salzkammergut, aber auch darüber hinaus. So wird z.B. auch in Kirchberg bei Kremsmünster heuer am vierten Fastensonntag, 3. April, zum 15. Mal Liebstatt-Sonntag begangen. Dabei werden schön verzierte Lebkuchenherzen von der „Gemeinschaft Kirchberg“ zum Kauf in der Pfarre Kremsmünster angeboten. Der Brauch wird mit einer Eine-Welt-Solidarität verbunden: Ein Teil des Erlöses der rund 600 verkauften Herzen wird P. Christian Mayr für die Missionsarbeit in Brasilien übergeben.
Machen Sie mit: Wie alt ist der Liebstatt-Sonntag? Oder anders gefragt: Wie lange ist es her, dass der Passauer Bischof die „Corpus Christi Bruderschaft“ bestätigte? Senden Sie uns Ihre Antwort bis 8. April, wir verlosen ein schönes Brauchtumsbuch.
- Beim Denk Mal Nr. 11 (am 19. März 2048 ist Frühlingsbeginn) haben Anna Stockinger, Puchkirchen am Trattberg, und Olaf Fuerchtenicht, Schoenbeck-Buedesheim gewonnen.