Meine Eltern gaben mir diesen Namen, da mein Vater viele Male kranke Menschen auf ihrem Weg nach Lourdes begleitet hatte und vom einfachen Leben und der Strahlkraft der Heiligen beeindruckt war. Im französischen Städtchen Lourdes hatte die hl. Bernadette Soubirous im Jahre 1858 mehrere Marienerscheinungen: In einer Grotte erschien der 14-jährigen Müllerstochter 18 Mal eine wunderschöne, weiß gekleidete „Dame“, die sich als Maria erwies. Diese bat Bernadette, an der Grotte eine Kirche zu bauen und zu einer Quelle zu gehen, aus ihr zu trinken und sich dort zu waschen. Der Ruf von der Heilkraft des Wassers verbreitete sich rasch. Nach ihrer letzten Erscheinung lebte Bernadette wieder als ganz normales Mädchen. Sie trat 1866 in ein Kloster in Nevers ein, wo sie am 16. April 1879 im Alter von nur 35 Jahren starb. In Nevers ist auch ihr unversehrter Leichnam aufgebahrt. Es wird ein besonderer Moment sein, wenn ich eines Tages den Körper meiner Namenspatronin sehen werde.
Bernadett Gumpenberger ist PR-Koordinatorin der Caritas für Menschen mit Behinderungen.