Der Salat ist außen ein bisschen welk, das Brot nicht mehr ganz so frisch und das Obst vom letzten Einkauf war einfach zu viel, jetzt ist es faulig. Also alles rein in den Müll. Unser Umgang mit den Lebesmitteln ist wenig ruhmreich. Erstaunlich ist, dass vor wenigen Jahren noch kaum bekannt war, wie viele Lebensmittel tatsächlich weggeschmissen werden. Offenbar wollte das niemand so genau wissen. Mittlerweile ist das Thema mehr in das Bewusstsein gerückt. Manche Expertenschätzungen gehen davon aus, dass die Hälfte des produzierten Essens weggeworfen wird, zumindest ist es aber ein Viertel. Grundlage für eine Verhaltensänderung sollte eine bessere Kennzeichnung der Lebensmittel sein, aus der hervorgeht, dass diese auch nach Ablauf der Mindesthaltbarkeitsdauer nicht automatisch verdorben sind. Neben Privathaushalten und Lebensmittelgeschäften ist das Einsparungspotenzial auch bei Veranstaltungen sehr groß. Ein Gutteil der üppigen Buffets landet im Müll. Die Lösung, es den Besucher/innen für zu Hause anzubieten ist naheliegend und wird dennoch wenig praktiziert. Zu umständlich und wohl auch unpassend mag es erscheinen, die Brötchen unters Volk zu bringen. Dabei sollte es genau umgekehrt sein, denn die guten Sachen einfach wegzuschmeißen ist wirklich kein feiner Zug.