Menschen sind oft wankelmütig, nicht standfest. Sie lassen sich treiben von einer Massenstimmung. Wem sie heute zujubeln, über den können sie morgen schimpfen.
Die Bibel gibt in Berichten und Erzählungen Zeugnis vom Wankelmut, im schlimmsten Fall vom Verrat. Die Ereignisse, derer wir am Palmsonntag und in der Karwoche gedenken, sind dafür das intensivste Beispiel: Als Jesus in Jerusalem einzieht, nimmt die Volksmenge Palmzweige, empfängt ihn und ruft: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels (vgl. Joh. 12,12f). Kurze Zeit später schreit die Masse ganz anders: Hinweg mit ihm, ans Kreuz mit ihm (vgl. Joh. 19,15). Vor der Gefangennahme und Hinrichtung Jesu, schreibt Johannes vom nicht öffentlich Bekennen-Können des Glaubens, „denn sie liebten das Ansehen bei den Menschen mehr als das Ansehen bei Gott.“ (Joh 12,43) Der Wunsch, bei den Menschen Ansehen zu haben, ist ein starker Antrieb für das Mit-schreien mit der Masse.
Machen Sie mit: Gehen Sie auf die Suche nach biblischen (AT und NT) Darstellungen von Stimmungsumschwüngen, vom Jubeln zum Verachten, vom Treue-Eid zum Verrat, vom Freundschaftsschwur zur Hinterlist ... Schicken Sie uns wenigstens einen Hinweis auf eine dieser biblischen Darstellungen bis spätestens Gründonnerstag, 21. April 2011. - Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz, E-Mail: office@kirchenzeitung.at
- Beim Denk Mal Nr. 13 (den Liebstattsonntag gibt es seit 370 Jahren), hat Eva Maria Berghofer, Putzleinsdorf, gewonnen.